Beitrag 
Ein Kapitel zur Vernichtung des deutschen Geistesleben
Seite
32
Einzelbild herunterladen
 

Z2

Gin Kapitel zur Vernichtung des deutschen Geistesleben

Ein Aapite! zur Vernichtung des deutschen Geistesleben

unterbindet die Möglichkeiten der geistigen Durchdringung des Geschehens. Se-n ganzes Denken ist in der Not der Zeit lediglich auf egoistische Ziele gerichtet. Selbst die Setzer und Drucker, von denen man annehmen müßte, daß ihr Hand­werk in seiner Bedeutung als Mittel zum Zweck und der Zweck als solcher von ihnen doch wenigstens einigermaßen erfaßt werden könnte, schrauben ihre Lohn- forderungen in einer Weise in die Höhe, daß die geistige Leistung und damit der Sinn des Buchdruckgewerbes einfach zum Tode verurteilt wird/ Die Grenz­voten haben im Laufe der vier Kriegsjahre unter schweren opfern ihre kulturelle Aufgabe zu erfüllen gesucht. Immer wieder haben sie dem wirtschaftlichen Druck von unten nachgegeben. Die Lohnsteigerungen der letzten vier Wochen machen rund 1<X> Proz. neue Preiserhöhungen nötig! Die einzelnen Betriebe sönnen unmöglich diese neue Belastung tragen, vhne zusammenzubrechen. Andererseits ist es aber vielfach ebenso unmöglich, diese Mehrkosten auf die Abnehmer abzuwälzen. Verlag und Schriftleitung haben sich daher schweren Herzens entschließen müssen, die Heite vorläufig in 14tägigen Zwischenräumen als Doppelnummern in etwas verstärktem Umfange gegenüber den einfachen Heften erscheinen zu lassen. Wir find uns bewußt, was diese einschneidende Maßnahme bedeutet und bitten unsere Leser trotz alledem um ihre Treue. Mögen die Attentate auf unser Geistesleben das Bürgertum endlich zu Taten treiben!

Druckfehler-Berichtigung zum Aufsatze „Deutsch-Österreich und seine Nachbarstaaten" in Nr. 50 des vorigen Jahres: S, 253 I. 1 von unten lies nur statt um, S. 254 Z. 11 von oben lies Heidebauern statt Heidebeuern, Z, 20 von unten lies germanisierten statt germanischen, Z. 18 von unten lies Goggauerisch statt Gogganesich, S. 255 Z. 13 von unten lies Volkswehren statt Volkswachen, S, 256 Z, 16 von oben lies neben jenem statt und jener, Z. 27 von unten lies Pontebba statt Pontebbe, Z. 25 von unten lies er statt es, S. 257 Z. 4 von oben lies nur statt um, Z. 20 von oben lies Hintang eh alt «i-i statt hintangestellt.

Allen Manuskripte» ist Porto hinzuzufügen, tm andernfalls bei AblchlWug eine Rückscnwns

nicht verbürgt werden lann.

Nachdruck sämtlich» Aufsiisi« nur mit ««SdrKcklichrr Erlaubnis d«S Verlags gestatte». »««iNwarUin,: der Herausgeber Georg Eleinow m Berlin - Lichterselde West. — Ma««stripti«»i»,n«e» «Ä>

Bris»« werden erbeten unter der Adressen An die DÄristleitung der Grcnzdotcn in Berti» GW 11, Tempelhoscr Nfer SS». Fernsprecher des Herauslieber«: Amt Lichterseide 4W, des «erlag» und der SchriMeitlMg: Äint »S«»« «S>'< ««lag: Vertag der «renzbxten «. «. b. H t» Berlin SW It. Tempethoser User l», Druck: .Der R-ichsbote" W. b. H. in Berlin SW II. Dess-mer Str-iKs M/Ü7