Materialien zur Polenxoliti!
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Materialien zur polenpolitik
Polen in Handel und Industrie. Der
Lissaer „Kraj" vom 3, August d. J„ Nr, 173, fordert unter der Überschrift „Die Macht des Willens" seine Landsleute auf, sich immer solchen Arbeiten zuzuwenden, die ihnen völlige Unabhängigkeit sicherten. In erster Linie kamen Handel und Industrie in Betracht, die einen bedeutenden Teil der, Zukunft Polens ausmachten. Daher müßte die polnische Jugend gerade diesen Arbeitszweigen zugeführt werden,
Deutsch-polnische Beziehungen in Warschau. Nr, 166 des im österreichischen Okkupationsgebiet zu Petrikau erscheinenden „Dzienmk Narvdowy" vom 27, Juli 1918 erhält von seinem Warschauer Mitarbeiter eine Zuschrift, wonach während der Erörterung über die von den Okkupationsbehörden angekündigten Requisitionen der Landwirtschaftsminister Dzierzbicki erklärt hat, daß die Deutschen in der nächsten Zeit an die Beschlagnahme von 3000 Kühen herantreten würden, um sie unter die deutschen Kolonisten in Polen zu verteilen. Der in der Sitzung anwesende deutsche Regierungskommissar, Graf Lerchenfeld, habe sich in dieser Beziehung auf seine Unterredung mit dem Vizeminister für Landwirtschaft berufen, der die Zustimmung der polnischen Behörden hierfür erklärt haben soll, jedoch unter der Bedingung, daß ein Teil des requirierten Viehs den ins Land zurückkehrenden Flüchtlingen übergeben werde. Der Landwirtschaftsminister Dzierzbicki erklärte kategorisch, daß dies unwahr sie. Der Minister berief sich auf die Protokoll« der Unterredungen des Vizeminister» für Landwirtschaft mit dem Trafen Lerchenfeld, wo> von etwa« Derartigem absolut keine Rede sei, E» ergab sich daher die Frage, wer die Wahrheit spricht. Endlich erteilten beide Teile ihre Zustimmung zu einer förmlichen Gegenüberstellung des «izeministers mit dem Grafen Lerchenfeld,
Die Nachricht des „Dzienmk Xarodowy" entspricht, wie festgestellt werden kann, in keiner Weise den Tatsachen. Graf Lerchenfeld hatte der Wahrheit entsprechend lediglich hervorgehoben, daß dem Erlasse des Verwal
tungschefs wegen Aushebung von 3000 Stück Vieh für Rückwanderer eine Besprechung mit einem Vertreter deS polnischen Landwirtschaftsministeriums vorausgegangen sei,, ohne daß ein Einverständnis zwischen beiden erzielt worden wäre. Der Landwirtschaftsminister betonte besonders seinen Widerspruch gegen diese Maßnahme zugunsten der Rückwanderer,
Die Cholmer Frage. „Nowa Reforma" Nr, 327 vom 30, Juli 19 8 läßt sich aus Wien melden, daß die wirtschaftliche Verwaltung des Cholmer Landes, die bisher in der Hand des österreichisch ungarischen Etappenkommandos gelegen habe, in diesen Tagen dem Lubliner Generalkommando übertragen werden würde. Dies wäre als endgültige Einverleibung des Cholmer Landes in das Gebiet der österreichisch-ungarischen Okku- pationsverwllltung in Polen zu betrachten.
Der apostolische Bisitator Msgr, Natti hat nach Meldung des offiziösen „Glos Lu- belski" (Lubliu) nach seiner Ankunft in Czen- stochau an den k, u. k, Geueralgouverneur Ltposcak folgendes Telegramm gerichtet: „Anläßlich des Besuches Czenstochaus, jenes berühmten Heiligtums desjenigen Teiles Polens, der unter der Verwaltung der k. u. k. Armee steht, habe ich die Ehre, Eurer Exzellenz den Ausdruck meines ehrenvollen Grußes zu übersenden. Achillos Ratti, Apostolischer Bisitator." Exzellenz Livoscak dankte in einem besonders herzlich gehaltenen Begrüßungsschreiben,
Polnische Vertretungen in Nünalmrg und Kije«. „Nowa Reforma", Krakau, meldet in ihrer Nr-, 327 vom 30. Juli d, I,, daß mit Genehmigung der Okkupationsbehörden in Kijew und Dünaburg polnische Vertretungen al» Organe dek Regentschaft»rats mit der Wahrnehmung der Interessen der polnischen Minderheiten betraut werden sollen.
Polnische Borbereitunzen in D«nzig. Den Betrachtungen des „Kurjer Poznanski" über Danzig als zukünftige polnische tzandels- stadtfügtNr,92der„Gaz-taGdanska"(Danzig) vom 1, August 1918 folgendes hinzu: .. .
„Seine Ausführungen find sehr richtig und man muß ihnen durchaus beipflichten,.