Materialien zur Polenpolitik
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Der alte Einsiedler war unter den Ersten, die hinaus ins Freie drängten.
Er lief..... So rasch ihn seine zitternden Füße tragen konnten, lief er davon.
Der See . .. Wieder wollte er wie auf dem Hinwege mitten hindurchgehen... Aber jetzt versank er. . . Schon schlug das Wasser an seine Kniee.... seine Brust.... Nur mit Mühe erreichte er das Ufer. Naß, zitternd schleppte er sich weiter. Und er fühlte eine Ohnmacht, eine Schwäche, wie er sie noch nicht gefühlt hatte. Nichts, nichts hatte er mehr vor den anderen voraus: gleich all den übrigen Kirchgängern mußte er rund um den See herum gehen. Tief beschämt senkte er das Haupt. Gewiß standen auch seine Sünden auf dem Felle des Teufels: die Sünden, die er in der Kirche begangen hatte.
Von neuem schüttelte ihn das Grausen — mehr noch als zuvor. Ja, auch er hatte gesündigt im Hause Gottes. Denn seine Gedanken, waren sie bei dem heiligen Wort gewesen, bei der heiligen Handlung? Nicht in sich hatte er geschaut, nur um sich ...
Und er lief und lief.. . Ihm war es, als ob die Teufel ihn jagten. Aber seine Füße waren schneller als die ihren, denn die Felle der Bösen waren zu schwer von all den Sünden, die darauf standen. Nur langsam kamen sie unter der unseligen Last vorwärts.
Der Wald .... sein lieber, lieber Wald .... Laut jubelte er.... Weit breiteten sich seine Arme aus ... . Er sank, sank an das Herz der sündlosen Natur. So blieb er eine Weile liegen; heiße Tränen quollen ihm aus den Augen.
Dort sein Graben....
„Hier, Gott, mir" — flüsterte er leise in tiefer Andacht.
Und laut jubelnd klang seine Stimme, als die Füße, die nun nichts mehr von Zittern und Müdigkeit wußten, auf der anderen Seite das frische, reine Waldgras berührten:
„Da, Gott, dir." —
Von diesem Tage an verließ der Greis nie mehr seine heilige Einsamkeit, tiefer denn zuvor beugte er sich in Demut vor dem Gewaltigen, der den stillen frommen Wald erschaffen hatte. Und nicht mehr wagte der Teufel zu dem nun ganz von der sündigen Welt Losgelösten zu treten.
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Materialien zur Polenpolitik
Die polnische Hceresfrage. „Nowa Re° forma" (Krakau), Nr. 232 vom 4. Juni 1818:
Bei Kaniowo fiel der letzte Stein auf das Grab der vierjährigen Anstrengungen, unserem armen Volke ein eigenes, reguläres, gut ausgebildetes und bewaffnetes Heer zu geben, das fähig wäre, seine Interessen und berechtigten Aspirationen wirksam zu verteidigen.
Die Frage der Bildung des Polnischen Heeres ist von der Tagesordnung abgesetzt. Wenn wir uns nicht Illusionen und leeren Hoffnungen hingeben und die Augen vor der trüben Wahrheit nicht verschließen wollen, so müssen wir feststellen, daß keine Aussichten vorhanden sind, daß diese Sache, die für
unsere Zukunft so wichtig ist, bald wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden wird.
Das Volk hat keine genügende geistige und moralische Organisationskraft bewiesen, um ein polnisches Heer zu organisieren und alle die außerordentlich günstigen Gelegenheiten auszunützen, die sich im Laufe dieses Krieges nach dieser Richtung hin geboten haben. Die Okkupanten haben schon längst das Interesse an der Bildung dieses Heeres verloren. Im Gegenteil haben sich ihre Interessen im Laufe der Zeit und der Kriegsereignisse in entgegengesetzter Richtung entwickelt. Das Ergebnis war, daß die Bildung des Polnischen Heeres zu Fall kam. Alle
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