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von einem, der nicht zur Kirche ging
und Mitläufer. Und im Reich sieht man gemeinhin wie früher halb verachtungsvoll, halb mitleidig, auf jeden Fall ohne jedes tieferes Interesse, der Entwicklung zu. Man tröstet sich mit der Erinnerung an die gewundene, innerlich unwahre Loyalitätserklärung, die der Präsident des elsaß-lothringischen Landtages unter dem persönlichen Druck der Regierung im Sommer 1917 abgab. Daß selbst diese Sätze nur eine ganz knappe Mehrheit gefunden hatten, darüber mußte die deutsche Presse schweigen. Man will im Reich nicht verstehen, mit welch ungeheurer Wucht das staatsrechtliche Geschick des Reichslandes aufs neue einer Krisis entgegendrängt, wie aufs neue, inniger und fester noch wie in der Zeit der Reichsgründung, die Zukunft des Reiches verknüpft ist mit der elsaß-lothringischen Verfassungsfrage. In neuer Fassung tauchen die alten nationalen und internationalen Probleme auf, die die Geschichte der deutschen Einheitsbewegung seit mehr als hundert Jahren durchziehen.
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Von einem, der nicht zur Airche ging
Litauisches Märchen von Maria Schade
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or vielen, vielen Jahren lebte tief in den großen Wäldern ein Greis. Ganz hatte er sich von dem Leben und den Menschen zurückgezogen. Seine Lippen berührten kein Fleisch. Wurzeln, Pilze und Beeren dienten ihm zur Nahrung; die Quelle stillte seinen Durst. Er arbeitete nicht. Seine Hauptbeschäftigung war, über einen Graben zu springen. ^ Auf der einen Seite sagte er: „Hier, Gott mir —".
Und wenn aus der anderen Seite seine Füße den Boden berührten, rief er: „Da, Gott dir —".
So gingen seine Tage dahin in Gedanken an den mächtigen Schöpfer aller Dinge, dem er in seiner Einfalt diente. Seine Seele war wie die eines Kindes; kein böses Begehren in seinem Herzen. Friede in ihm und um ihn; heiter strahlten seine Augen.
Den Teufel verdroß es, den Alten so gut und so glücklich zu sehen. Er wollte die Reinheit seines Glaubens zerstören, das schöne, stille Leben mit Unruhe erfüllen. Aber wie? Viel dachte er darüber nach. Jeder Versuch, sich dem frommen Greise zu nähern, scheiterte.
„Ich muß ihn unter die Menschen bringen", sagte der Böse zu sich selbst. „Wenn ich ihn erst aus der Einsamkeit des Waldes heraus habe, wird schon sein Unglück beginnen."
Doch wie sollte der alte Einsiedler dazu gebracht werden, die ihm so lieb geworbene Stille zu verlassen? — Der Teufel sann und sann. Endlich stieß er einen häßlichen meckernden Freudenruf aus.
„Ich Hab's!" rief er.
Nasch nahm er die Gestalt eines Pfarrers an. und schon stand der nun würdig Aussehende in langem schwarzen Rocke vor dem guten Greise, der gerade wieder über den Graben sprang.
„Was tust du da?" sagte er mit ernster Stimme, „weißt du denn nicht, daß heute ein großer Feiertag ist?"
„Alle meine Tage sind Feiertage", erwiderte der Alte, „denn Gott ist mir immer nahe."
»Gott wird dir näher sein, wenn du in seiner Kirche zu ihm betest."