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hätte seine Aufgabe erfüllt, wenn aus ihm, dem Zentrum des äußersten Drucks, der Friede käme. Auch Kerenski war Sozialist; er wollte bewahren und zusammenhalten, darum ver» sagte er. Äußerstes kommt nur aus Äußerstem. Das gibt nach so vielen Seiten zu denken."
Was hier verherrlicht wird, ist ein Phantom. Die russischen Sozialisten haben noch nichts geleistet, was die aufbauende Kraft des Sozialismus nachwiese. Sie haben nur mit liberal-anarchischen Mitteln zerstört: nichts aufgebaut. Jetzt sollen unsere Diplomaten ihnen überhaupt erst die Daseinsberechtigung schaffen. Mögen unsere Unterhändler niemals auch nicht auf Sekunden vergessen, dafz wir Deutsche der Beglückung durch den anarchischen Sozialismus der Russen gar nicht bedürfen und daß unser Volk ihn auch nicht will. Wir haben ja selbst eine Macht hervorgebracht, moralisch und physisch stark genug, breit im Bewußtsein des Volkes gelagert, um unsere Zukunft sicherzustellen. Diese Macht ist unser eigenartiges deutsches Staats- und Pflichtbewußtsem mit seinen starken konservativdemokratischen, aber beileibe nicht anarchischen Elementen. Flake nennt uns „unrein" mit den Engländern und Franzosen auf einer Stufe, weil wir „von unserer Gesellschaftsordnung retten wollen, was noch zu retten ist". Eine Gesellschaftsordnung, die diesen Krieg überdauern konnte, ist doch noch nicht so morsch, daß sie „gerettet" zu werden braucht. Ein Volk, das so für seinen Staat und seine Nationalität eingetreten ist mit seinen besten Kräften, wird auch bereit sein, hinter seine Unterhändler zu treten, die seine Interessen kraftvoll und zielbewußt vertreten.
Berlin, den 31. Dezember 1917. G. Ll.
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Die Frage, ob und wie das deutsche Volk durchhalten und die ganz außerordentlichen Aufgaben jeder Art nach dem Kriege meistern wird, ist nicht nur eine Magen- und Wirtschaftsfrage, sondern weit mehr, als dem oberflächlichen Beurteiler scheinen mag, eine Bildungs-, eine Erziehungsfrage im tiefsten Sinne. Trotz der erstaunlichen Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes auf fast allen Ge- bieten dürfen wir doch die Augen nicht davor verschließen, daß der Krieg Mißstände und Gefahren in'den deutschen Lebensverhältnissen aufgedeckt hat. .die nur durch eine zielbewußte, ganz umfassende Erziehungs- und Bildungsarbeit beseitigt werden können. Ich erinnere nur an die unser ganzes Wirtschaftsleben — trotz der Herrschaft des sozialen Gedankens — verunstaltende Selbstsucht weiter Volkskreise, an den Wucher, an den politischen Zwiespalt, den Mangel an einheitlichem Zielbewußtsein, kurz an den Mangel an staatsbürgerlicher Erkenntnis und an staatsbürgerlichem Pflichtbewußtsein.