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Die Donau- und die Meerengenfrage
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Die deutsche Industriearbeit nach dem Kriege

Rußland ausscheidet. Damit ergibt sich von selbst, daß die Europäische Kommission, deren Stellung immer nur als eine vorübergehende gedacht war, aufhört, und die gemeinsamen Interessen der Mächte nur noch durch eine Kommission der Uferstaaten vertreten werden.

Eine Reihe von Nebenfragen können dabei nur berührt werden. Daß Ruß­land auch auf der kaukasischen Seite dein Mittelpunkte der Türkei nicht näher rücken darf, ist selbstverständlich. Wie der weitere Ausweg nach dem Persischen Meerbusen und durch den Suezkanal England gegenüber zu sichern ist, ruht noch in der Zukunft Schoße.

Darin kann man jedenfalls der Knorrfchen Schrift zustimmen: Die Freiheit der Donauschiffahrt, das Gleichgewicht der Kräfte im Schwarzen Meere und die Ordnung der Meerengenfrage ist für den Vierbund eine einzige, unteilbare und nur im Zusammenhange zu lösende Aufgabe. Es winde das nichts Geringeres sein als die Lösung der orientalischen Frage selbst.

Nicht alles, was die Donau- und Meerengenfrage umfaßt, ist jetzt schon spruchreif. Verfasser warnt daher mit Recht vor einem vorzeitigen Frieden, namentlich vor einem solchen, der Rußland an irgendeiner Stelle dem Herzen der Türkei näher bringt. Doch ist es schon jetzt dringend geboten und daher eine verdienstvolle Aufgabe, die allgemeine Aufmerksamkeit auf das wichtige Problem des nahen Orients gelenkt zu haben.

Vor allem wird auch hier wieder vor dem Gedanken gewarnt, als ob das Zartum der gefährlichste Träger der russischen Eroberungspolitik sei. Diese wurzelt jetzt vor allem in dem liberalen Bürgertume. während das Zartum sich oft genug der Eroberungspolitik widersetzt hat oder ihr nur widerstrebend gefolgt ist.

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von Fritz Röll

s ist fruchtloser Pessimismus anzunehmen, daß die deutsche Industrie sich bei Friedensschluß infolge des AufHörens der Kriegslieferung einer schweren Krisis gegenüber befinden wird. Die Notwendigkeit, die durch den Krieg zerstörten oder schadhaft gewordenen militärischen ' Ausrüstungen, Geschütze, Automobile usw. zu ersetzen oder instand zu setzen, die erschöpften Arsenale wieder aufzufüllen, ebenso die Schiffsbauten in den Werften werden einem Teil der Betriebe für längere Zeit Beschäftigung geben, während der größte Teil der Jndustrieunternehmungen sich nach langer Unter­brechung wieder der Friedensarbeit zuwenden kann. Die Aufträge für die Friedensbeschnftigung sind jetzt schon, sozusagen latent, vorhanden, da die Be'