An unsere Leser!
Die Einwirkung des Krieges auf das Wirtschaftsleben ist in der letzten Zeit derartig fühlbar geworden, daß wohl kein Produktions- und Erwerbszweig von der gewaltigen Preissteigerung für alle Dinge mehr unberührt geblieben ist. In welchem Umfange das Druckgewerbe davon betroffen ist, dafür nur ein paar Zahlen, die von Berufsverbänden Anfang und Mitte dieses Jahres veröffentlicht wurden:
Es sind gestiegen die Preise für
Papier.....bis 400 Prozent
Druckfarben Klebstoffe . Packmaterial Kraft und Licht
250 1200 500 200
diesem Rahmen bewegen sich auch die Preissteigerungen für alle sonstigen Bedarfsartikel, wozu als natürliche Folge der allseitigen Teuerung auch die Arbeitslöhne mit recht beträchtlichen Aufschlägen treten. Dies hat die Mehrzahl der Buch- und Zeitschriftenverleger schon vor Monaten gezwungen, die Abonnements- und Verkaufspreise um 10—50 Prozent zu erhöhen. Wir haben ersucht, solange es irgend möglich war, die «renzboten zum alten Preise m gewohnter Weise erscheinen zu lassen. Der immer noch anhaltende Verteuerungsprozeß, dessen Höhepunkt allem Anschein nach noch lange mcht erreicht ist. Zwingt nun aber auch uns, den Umständen Rechnung zu tragen und eme Erhöhung des Abonnementspreises ab 1. Okt.ber 1917 auf Mark 7.50 vierteljährlich eintreten zu lassen. , . ^ ^ ^ Wir geben uns der Hoffnung hin, daß diese kleme Erhöhung, deren Not- wendigkeit aus Vorstehendem klar hervorgeht, unsere verehrlichen Abonnenten,n ihrer Treue zu den grünen Heften nicht wankend machen wird, ^m Hinblick °uf die voraussichtlich wichtigen Ereignisse der nächsten Monate, mochten wir nicht verfehlen darauf hinzuweisen, daß auch für die Folge die Behandlung der Fragen sowohl der inneren als auch der äußeren Politik in den Handen nur ^r bewährtesten und berufensten Mitarbeiter ruhen wird.
Verlag und Schriftleitung der Grenzboten.
Grenzboten III 1»17