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Das Land ohne Geheimnis : zur Psychologie des Ostlandes
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Eigenschaft des Holzes ist, sondern sie ist wie eine Schicht, die die Seele über­zogen hat, vielleicht wie eine Farbe über dem Holz. Ein Geringes genügt häufig, um den Ostländer völlig umzuwandeln, sonst wären die Leistungen, die trotz allem vielfach von ihm erzielt werden, auch schwer zu erklären. Das be­deutet also: der Ostländer ist entwicklungsfähig. Keiner der niedrigstehenden Volksstämme, denen die Natur jede Möglichkeit zum Aufkommen verweigert zu haben scheint. Großes läßt sich aus dem Osten noch gewinnen, wenn der Tat­kraft der Bewohner Anstachelung gegeben wird, und viel muß hier noch ge­schehen an Eisenbahnen, Kanälen, Überlandzentralen, kurz, all den Errungen­schaften, die im Westen schon nahezu selbstverständlich sind. Tut die Werke der Nächstenliebe an dieftm kargen Lande, das nichts von dem glücklichen Reichtum in sich hat, den Gott aus seines Wesens unbegreiflicher Fülle über glücklichere Gegenden gestreut hat. Tut die Werke der Nächstenliebe an diesen Menschen, die nicht in solcher Fülle wandeln dürfen!

Alfred Wien, Liebeszauber der Romantik. Mit zahlreichen Bildnissen, Verlag von E. S. Mittler u. Sohn. Berlin 1917, Preis geh. 6.50 M., geb. 8,50 M. Das Buch von Wien kommt nicht zur Unzeit, wenn es auch scheinen mag. daß das Liebesproblem der Nomantik neben den grellen Lichtern der Gegenwart verblassen müßte. Es kann kein Zweifel bestehen, daß die seelisch-sinnlichen Grund­lagen der Romantik heute so lebendig sind wie vor hundert Jahren, da die Politischen Wirren sich ebenfalls gewaltsam entluden, aber, wie alle Vernichtung, als Gegenspiel den Lebensdrang nur zu steigern vermochten. Mit Recht bemerkt Wien, daß die romantische Liebe am ehesten durch eine Darstellung zu erschöpfen ist, die vom Leben des Romantikers ihren Ausgang nimmt, und nicht von seinem Schaffen, denn der romantische Geist greift weit über die literarische Produktion hinaus und die Persönlichkeiten stehen uns heute näher, als ihre dichterischen Werke. Dies wird durch die Darstellung Wiens bestätigt. Die Menschen, die er uns mit zartem Verständnis im Kampf, der zur Vollendung durchdringt, in ihren in Sinnennacht und Liebestod endenden Irrungen und Wirrungen vor­führt von Caroline, Nahe! und Schleiermacher über Hoffmann und Brentano, die Günderode und Charlotte Stieglitz zu Kleist, Lenau und Hölderlin sie leben heute noch unter uns als wirkende Kräfte in der Bewußtheit ihrer seelischen Unergründlichkeit und Zwiespältigkeit. In der Dichtung legen Ibsen, Strindberg,

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