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Oktober-Diplom, Februar-Patent und Dezember-Verfassung
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Die Zukunft Ronstantinopels als Industriezentrum

kannt, daß diese Rückzugslinien, welche mit der deutschen Bureaukratie auch der österreichische Zentralismus ging, eine bedauerliche aber doch unabweisliche Notwendigkeit darstellte. Denn abgesehen von diesem Wege, blieb der öfter- reichischen Verfassungsentwicklung nur die Möglichkeit des Kronlands- oder des nationalen Föderalismus. Die erste Richtung würde Österreich, wie ein Blick auf die Landkarte zeigt, in eine Reihe höchst ungleichmäßiger Teile zerlegen, und insbesondere die Deutsch-Österreicher in einer ganz zwecklosen Weise aus­einanderreißen. Der nationale Bundesstaat, wie ihn der sozialdemokratische Parteitag zu Brünn im Jahre 1898 verlangt hat, und den besonders der Abgeordnete Renner als den sichersten Weg zu Österreichs Erneuerung nach dem Kriege ansieht, stellt sich bei näherer Betrachtung als gänzlich undurchführbar heraus. So erscheint denn jenerrückwärts konzentrierte" Zentralismus als die einzig mögliche, gleichzeitig aber auch als die durch den bisherigen Gang der Verfassungsentwicklung logisch gegebene Lösung der österreichischen Frage. Es ist anzunehmen, daß der gegenwärtige Ministerpräsident, dessen politische Anschauungen sich keineswegs in allem mit jenen seines hier öfters erwähnten Onkels decken, diesen durch die erwähnten Umstände vorgezeichneten Weg gehen wird.

Die Zukunft Aonstantinopels als Industriezentrum

von Bernhard Seiger

lit dem Namen des alten Byzanz ist untrennbar die Vorstellung 1 zweier Begriffe verbunden: Krieg und Handel. Von jeher war Konstantinopel wozu seine unvergleichliche, beherrschende Lage den Anreiz bildete der Mittel- und Ausgangspunkt kriegerischer > Stürme und Aktionen; es war die Ursache vieler Kriege, und nicht zuletzt eine solche des gegenwärtigen Völkerringens. Zwischen Krieg und Handel besteht zweifellos ein inniger Kausalnexus; denn niemals war der Krieg Selbst­zweck, seit den Uranfängen der Geschichte waren vielmehr Kämpfe die steten un­vermeidlichen Begleiterscheinungen des Handelsverkehres zwischen den Völkern gewesen. Läßt doch schon Goethe den Mephisto sprechen:

Krieg, Handel und Piraterie, Dreieinig sind sie, nicht zu trennen.