224
Die Not der unehelichen Kinder
wachsende Generation zu stärken. Was nützen alle charitatwen Bestrebungen, wenn die gesetzliche Grundlage der Sicherstellung des Unterhalts einer ganzen Personenklasse derartig mangelhaft ist. Nur eine Forderung — sie erscheint als das Gebot der Stunde — soll zum Schluß noch erhoben werden: Für die unehelichen Kinder der im Kriege gefallenen Erzeuger muß der Staat eine Rente bewilligen.
Neue Bücher
Hermann Stegemann, Geschichte des Krieges, Bd. I. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart-Berlin 1917. Geh. 11.50 Mark, in Leinen geb. 14 Mark, in Halbfranz geb. 16 Mark. Es ist gewiß ein kühnes Wagnis, das stürmisch flutende Geschehen jetzt schon in die Darstellung zu bannen, da wichtiges Material noch unerschlossen ist und vorhandenes sich infolge der obwaltenden Umstände als sehr lückenhaft erweist. Das Bedürfnis, das Weltgeschehen in seinen Zusammenhängen vor dem inneren Auge festzuhalten, macht sich aber gebieterisch geltend, und wir werden daher Stegemann für seinen Entschluß dank wissen. Er hat seine Aufgabe als Künstler erfaßt und als solcher gelöst, denn das lebendige Erlebnis war nicht die seichteste Quelle, aus der er sein Schaffen speiste; kritischer Sinn nebst geschichtlicher und kriegswissenschaftlicher Schulung haben ihn aber davor bewahrt, sich in dem Reiche der Phantasie zu verirren. Der Verfasser gibt im vorliegenden ersten Band des auf 3—4 Bände geplanten Werkes in Abschnitte gegliedert die Vorgeschichte des Krieges, eine Schilderung der militärischen Lage Europas bei seinem Ausbruch, des Feldzuges im Westen, in Ostpreußen, in Galizien und Südpolen bis zum 15. September 1914, ferner als Anhang Urkunden, Belege und Anmerkungen zur Vorgeschichte des Krieges und zur militärischen Lage Europas, schließlich Betrachtungen zur Kriegslage aus dem „Berner Bund" und fünf Kartell mit Einzeichnungen von militärischen Sammelräumen und Bewegungen. Eine hervorragende Gabe bildhafter Darstellung, die den Leser, dem ja vielfach schon Gehörtes geboten wird, dennoch in hohe Spannung versetzt, und die schöne, mannhaste Sprache Stegemanns verbürgen seinem Werk bleibenden literarischen Wert, wenn auch seine Ausführungen später im einzelnen berichtigt werden sollten. Das Buch verdient in hohem Maße die Beachtung der Berater und Lehrer unserer reiferen Jugend, die ja durch den vaterländischen Hilfsdienst mitten in den Strom der Zeit gestellt ist. Einzelne Kapitel von besonders packender Wirkung, wie z. B. die Schlacht an der Marne oder bei Tannenberg sollten in der Schule gelesen werden. m. R,
Allen Manuskript«« ist Porto hinzuzufügen, im andernfMs bei Ablehnung eine Rücksendung
nicht verbürgt werden imm.
Nnihdrua sämtlicher Anssitqr «>«r mit «tS»rtt<rltchrr Grl«mb«i« »«« «rrl-q« ««««»»». Boroiitworilich: der Herausgeber ve»rg Cleinow t« iverIi!»-Lichl»rt«lde W«ft. — M-»»«»nvt!t»iZ>«««»» ^
Briete werden »ibetei- m>>er der Abreise: As »e« Hera»»»««»« der Br«»5»»»«« i» Serlttt-Lich«««?«»»« West, Siernstrxtze N»nil»r»ch«r te» Her-migeberS: Amt Lichttrfelde «SS, de« ««!««» «nt der TchMU«»!».»! «m> SS»«» «N» Verlag: «erlag der Nrenzboten «. m. ». H. in Berlin SV U. TnoPeldos« User SS» »r»ck: .Der R»ichll>»re" G, «. », H. t» Berlin SV/ U, D-Kau«! Sttatz» W/L7.