Trexow und die Aämpfe des Blocks
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! ie Kämpfe, die sich in den ersten Dezembertagen in den russischen j Volksvertretungen abgespielt haben, sind zweifellos die inter- ! essantesten. die wir in Rußland seit Beginn des Krieges erlebt haben. Wir haben auch früher Ausbrüche des Zornes, erbitterte l und drohende Stimmen der verschiedensten Parteien im gemeinsamen Ansturm gegen die Regierung gesehen, doch wir hatten niemals in solchem Maße den Eindruck planmäßiger Arbeit, bewußten Wollens, elementarer Wucht und zäher Hartnäckigkeit.
Es geht diesmal um die Macht und die Blockparteien machen den Versuch, diese Macht in ihre Hände herüberzubringen. Sie sind dabei unter der Führung von Miljukow und Rodsianko außerordentlich geschickt vorgegangen. Die Ergebnisse des ersten Ansturms: der Abgang Stürmers, der sang- und klanglos von der Bildfläche verschwunden ist, nachdem Miljukow seine große Anklagerede gehalten hatte, legen davon Zeugnis ab.
Die große Rede des Kadettenführers, die eine Zeitlang von der russischen Zensur unterdrückt war, und deren kräftigste Stellen uns auch jetzt noch vorenthalten werden, ist in unseren Händen. Nichts hat nützlicher für die Opposition gewirkt, nichts ist gefährlicher für die Regierung gewesen, als die langen weißen Flecke in den Zeitungen, die an Stelle der Rede erschienen. In jedem Dorfe wurde es von Mund zu Mund geflüstert: „Stürmer hat Rußland an die Deutschen verraten wollen, Miljukow hat den Nachweis dafür erbracht.". Diese dunkeln Gerüchte, die nur die Bestätigung von dem zu enthalten schienen, was man längst zu wissen glaubte, wirkten wie ein elektrischer Funke, der eine Gewitterschwüle zur Entladung brachte. Und wenn man die Rede nun vor sich sieht, so ist es ein Sammelsurium von Gerüchten, sind es Niederschläge von Eindrücken, hysterische und krankhafte Anklagerufe, denen zum großen Teile der feste Boden fehlt, die aber bedeutsam wurden, weil sie der Ausdruck der Grenzboten I 1917 1