Geharnischte Sonette
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Es kommt eine Zeit, wo die Menschen in neue Rangordnungen gestellt werden: auf der einen Stufe werden die sein, die Intelligenz, Kraft und Mut besitzen, herrliche, gefährliche Dinge zu tun, und auf der nächsten diejenigen, die das bescheidenere Niveau bevorzugen. Ich glaube nicht, daß im Kriege der Zukunft Zahlen schwer ins Gewicht fallen werden, und ich glaube, daß, sobald wohlorganisierte Intelligenz gegen eine Majorität streitet, die Majorität keine die Wage haltende Widerstandskraft zur Verfügung haben wird. . ."
Der Geist unseres Volkes, der in dieser ehernen Zeit aufflammt in Begeisterung, bedarf der Ermutigung nicht. Dennoch wird es viele interessieren zu hören, daß die Zuversicht drüben so groß nicht ist, besonders da die Stimme dieses ernsten Denkers viel mehr Bedeutung hat als der Streit unserer Parteien, den man im Auslande für eine Gefährdung der deutschen Einheit hielt.
Geharnischte Sonette
i.
„Der Gott, der Eisen wachsen ließ" — so sang Vor mehr als hundert Jahren uns ein Dichter, Als das verruchte gallische Gelichter Schmachvoll das deutsche Reich in Ketten zwang.
Da ward die Weltgeschichte Weltenrichter:
Nicht Knecht sein sollte Deutschland; stolz und frank
Erhob sichs aus des Riesenkampfes Drang
Und fegte von dem Thron den Erzvernichter.
Heut wieder droht dem teuren Vaterland
Von West und Ost der Feind zehnfach Verderben:
O,-kommt nur an, es soll euch schlecht geraten I
Denn wieder wuchs der Stahl uns in die Hand, Um unsres Reiches Freiheit woll'n wir werben, Und sollten bis zum Kinn durch Blut wir waten!