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Englands Dichter und der Krieg
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Englands Dichter und der Arieg

von Beda prilipp

ie Kundgebung der englischen Gelehrten, die im Namen der Zivilisation dagegen protestierten, daß ihr Land seine Kraft in den Dienst einer ungerechten Sache stelle, repräsentiert eine Stimmung, die dem Kenner der englischen Literatur nicht fremd ist. Gerade in den letzten Iahren, wo eine größere Anzahl be­deutender Persönlichkeiten über dem einförmig grauen und etwas langweiligen Himmel der britischen Dichtung aufgestiegen ist, mehrten sich in ihren Reihen die mißbilligenden Äußerungen über die Negierungspolitik, deren Folgen sich in dem heutigen Völkerkrieg enthüllen. Auf dem tiefsten Grunde solcher Gegner­schuft ruht die Sorge, England möchte in seinem gewagten Spiel um die Suprematie materiell und ideell die hohe Stellung einbüßen, die man ihm seit Jahrhunderten unangetastet im Reigen Europas ließ.

Je nach Temperament und Gedankenwelt des Einzelnen findet diese Besorgnis mannigfaltigen Ausdruck, am prägnantesten natürlich bei den Dichtern und Schriftstellern, die England als Volk, als große Kultureinheit des Nordens in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellen und über seine Mission in der Geschichte der Menschheit mit den übrigen Völkern abzurechnen versuchen. Häufig begegnen wir da dem Vorwurf der politischen Unaufrichtigkeit, dem Hinweis auf die unausbleiblichen Folgen. So unterscheidet der Reaktionär G. K. Chestertondrei Stufen im Leben eines starken Volkes. Anfangs kämpft es als Keine Macht mit kleinen Mächten. Sodann wird es Großmacht und bekämpft Großmächte. Dann ist es Großmacht und kämpft mit kleinen Mächten, gibt sie aber für Großmächte aus. um die Asche seiner ehemaligen Begeisterung und Ruhmsucht zu entzünden. Der nächste Schritt führt es selbst wieder auf die Stufe der Kleinmacht zurück und dieses Sympton der Dekadenz zeigte sich bei England übel genug in seinem Kriege gegen Transvaal. . . ."

Noch ist es nicht an der Zeit, die kritische Stellung des Imperialisten Kipling unter die Lupe zu nehmen. Sein Haß gegen uns hat zweifellos in der ersten Zeit viel dazu beigetragen, die Spannung zwischen den stammverwandten