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Die Pfingstwallfahrt zur Springprozession nach Echternach
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Die pfingstwallfahrt zur Hpringprozession nach (Lchternach

von Dr. G. Rosenhain er

och war es sehr früh am Tage. Die Besichtigung der großartigen Zeugen römischer Glanz- und Machtfülle des deutschen Roms, der alten deutschen Bischofs- und Kurfürstenstadt Trier, hatte uns nach der langen Bahnfahrt, die uns aus dem Thüringerlande ins Moseltal gebracht hatte, recht müde gemacht und Jungdeutschland ließ sich wenig von den Mäusen stören, welche durch ihre kräftige nächtliche Nagearbeit in den Kasernenwänden den Schlaf des Empfindlichen für immer störten. Die Soldaten des Feldartillerieregiments waren aus der Kaserne, in der wir übernachteten, schon sehr früh ausgerückt. Es schien so, als ob der hereinbrechende Tag an dem prophezeiten schlechten Pfingstwetter wenig ändern sollte, denn eine zusammenhängende Wolkendecke verschleierte den Himmel. Es war Pfingstdienstagsmorgen. an dem seit Jahrhunderten die berühmte Spring­prozession zu Echtcrnach im Luxemburgischen stattfindet, und die wir uns bei dieser Gelegenheit als passive Teilnehmer ansehen wollten. Zeitig erhoben wir uns aus unserem Massen quartier, nahmen den Kaffee in der Kantine bei Meyer", versorgten uns mit Mundvorrat in genügenden Mengen und steuerten dem Bahnhofe zu. Zwei in kurzen Zwischenräumen von Trier abgehende Persouenzüge sollten die rechtzeitige Ankunft zum Beginn der Prozession in Echternach ermöglichen. Der Bahnsteig bot den der frühen Morgenstunde eigenen Anblick: bei dem unfreundlichen Wetter recht wenig Menschen; zu beiden Seiten des Bahnsteigs aber die beiden gütcrzuglangen Sonderzüge. Wir waren frühzeitig zur Stelle, allmählich stellten sich die Fahrgäste vereinzelt ein; ihre Zahl erreichte schließlich durch die hinzukommenden Reisenden von den Anschlußstrecken eine leidliche Verstärkung; der Andrang war aber keineswegs so groß, als wir vermutet hatten und bei normaler Besetzung fuhr der Zug fahrplanmäßig aus der Bahnhofshalle. Schon wesentlich anders gestaltete sich der Verkehr in der Nachbarstation Karthaus, denn hier machte es schon erheb­liche Mühe, alle Reisenden unterzubringen, die in schier unerschöpflichen Mengen aus dem Bahnsteigtunnel zum Zuge heraufquollen. Bis auf den letzten Platz