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Wirtschaft und Kunst
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Die Mexis'ofrage

bisher. Erst wenn auf allen Gebieten der Industrie die Noherzeugnisse nicht nur zu industriellen Fabrikaten schlechthin, sondern zu ästhetischen und kunstgewerblichen Wertgegenständen umgestaltet und verarbeitet werden, erst wenn der Fabrikant sich nicht mehr der Nouveautesucht und dem raschen Modewechsel fügen muß, sondern es ohne Gefahr für seinen Geschäftsbetrieb wagen kann, den billigen Massenartikeln nach Qualität und Form hochwertige Erzeugnisse entgegenzusetzen, erst dann wird die Kunst wieder zu einem die ganze gewerbliche Produktion durchdringenden Prinzip werden.

Die Mexikofrage

von Navalis

ine mexikanische Frage besteht seit dem Sturze des langjährigen Präsidenten und Diktators Porfirio Diaz. Ihm als erstem war es gelungen, die Vereinigten Staaten von Mexiko mit starker Hand zusammenzufassen. Ausstände, Unruhen, Räubereien wurden unterdrückt, und zwar mit grausamer rücksichtsloser Strenge.

Porfirio Diaz und seine Gehilfen sind nie wühlerisch in ihren Mitteln gewesen, und wenn es etwas zu bestrafen galt, so kam es nicht immer darauf an, ob der Schuldige mit unter den Bestraften war. Manstatuierte Exempel", um nach innen und nach außen zu zeigen, daß die Hand des Herrn überall gegen­wärtig war und von ihrer Stärke nichts verloren habe. War irgendwo ein Mord begangen worden, so erging von der Hauptstadt aus der Befehl, in Er­mangelung des Mörders eine gewisse Zahl von Menschen in der Gegend des Mordes zu exekutieren. Dieses summarische Verfahren war vielleicht oft not­wendig, aber es konnte nicht fehlen, daß es, ebenso wie viele entsprechende Akte der Regierungswillkür, steigende Erbitterung erregte, deren Betätigung nur durch die Furcht gehindert wurde. Die Erbitterung stieg um so mehr, als im Laufe der Diazschen Negierungszeit das gewaltige Gebiet von Mexiko aufhörte, eine terra elauZg, zu sein: Verkehrsmittel und Eisenbahnen wurden geschaffen und Fremde kamen in das Land, gewinnbringendem Erwerb nachzugehen. Diese Fremden, besonders Amerikaner, brachten ihre eigenen Auffassungen staat­lichen Lebens, bürgerlicher Freiheiten und Gerechtsamen mit, die mit den von Diaz in seinen patriarchalischen Akten bezeugten nichts weniger denn zusammen­gingen. Gewiß ist noch eine Reihe anderer Momente hinzugekommen, aber es steht wohl außer Zweifel, daß zu einem sehr bedeutenden Teile die kritische und eben dadurch verhetzende Tätigkeit der zugezogenen Fremden die Erbitterung gegen Diaz im eigenen Lande dauernd und wirksam geschmt hat. Bereits als