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Die Deutsche Werkbund-Ausstellung in Köln 1914
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Reichsspiegel

Haus" erblicken, ein Gebäude, das von den Architekten Taut und Hoffmann, den Erbauern desMonumentes des Eisens" auf der diesjährigen Leipziger Baufach-Ausstellung, errichtet werden wird. Es soll die vielseitige Verwendung des Glases bei unserer heutigen Baukunst in vorbildlicher Weise demonstrieren.

Daß reicher plastischer und gärtnerischer Schmuck allenthalben die archi­tektonischen Leistungen unterstützen wird, versteht sich bei einer Ausstellung des Werkbundes, dem ja die bedeutendsten Künstler unserer Zeit angehören, von selbst.

So dürfen wir hoffen, daß im Sommer 1914 in Köln ein weiterer Markstein errichtet wird an dem Wege unserer kulturellen Entwicklung.

Reichsspiegel

(Vom 2. bis zum 16. Februar)

Innere Fragen

Der spätere Geschichtsschreiber unserer zeitgenössischen Parteien wird wohl nur mit Zögern die jetzigen Strömungen im LandeEinigungsversuche im Bürgertum" nennen. Und doch wird ihm kaum etwas andres übrig bleiben. Tatsächlich gehen starke Bestrebungen direkt auf das Ziel hin, den zertrümmerten Bülow-BIock wieder aufzurichten; nur fehlt es an einem Bülow, der die Arbeit leisten könnte. Nachdem sich die Folgen des Wahlkampfes allenthalben gelegt haben, nachdem der Ausfall der Nachwahlen in verschiedenen Kreisen unseres Vaterlandes gleichfalls ein Abflauen der radikalen Stimmung erkennen läßt, tritt aus dem Nebel sowohl der gemeinsame Gegner wie das gemeinsame Ziel deutlicher hervor. Auf der einen Seite beginnt man sich des roten Wahlkampf­genossen doch schon etwas zu schämen, auf der andern tritt die Notwendigkeit immer rücksichtsloser an uns heran, gerüstet und geeint zu sein gegen das Aus­land, das sich energischer als vor zwölf Jahren für die Kämpfe um neue Handelsverträge vorbereitet. Darum ist es auch stiller geworden in dem Streit zwischen Schwer- und Fertigindustrie, und nachdem im Herbst vorigen Jahres schon von einem Kartell der schaffenden Stände gemunkelt werden konnte, sollen wir schon am 26. d. M das erfreuliche, eine scherzhafte Note nicht ent­behrende Bild genießen, die Herren Schweighoffer und Stresemann unter Herrn Ballins Vorsitz für ein Zusammengehen aller weltwirtschaftlich Interessierten eintreten zu sehen. Wer sich der harten, oft ins persönliche Gebiet geleiteten Kämpfe zwischen Hansabund und Zentralverband bei den letzten Reichstags­wahlen erinnert, wird zugeben, daß hier ein großer Schritt zum Frieden hin