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Die Hexe von Mayen : Roman :
(sechste Fortsetzung)
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Die Deutsche Werkbund-Ausstellung in Köln

lebnis hören. Aber Heilwig war müde. Die letzte Nacht lastete auf ihr, das Umherirren, bis sie auf Gritt stieß. Sie bat um eine Stelle, wo sie sich ausruhen könnte, und jeder der jungen Herren bot ihr fein Zelt an, obgleich es meistens klein und von mehreren Herren bewohnt war. Da trat Josias vor und erklärte, sein Zelt wäre zur Verfügung der Jungfrau, und er würde sich schon anderweitig einquartieren.

Ich werde schon für ein Weib sorgen, das Euch alles bringt, dessen Ihr bedürft!" setzte er hinzu, und Heilwig ließ sich schweigend von ihm führen, während die andern damit einverstanden waren. Sollte doch die Jungfrau eine Sehestedt sein und führte also denselben Namen, wie der Junker. Folglich mußten die Verwandten zusammenhalten.

So war Heilwig also im Lager zu Andernach angelangt, und wenn sie sich auch nicht gerade wohl fühlte, so wußte sie sich doch in Sicherheit und das war die Hauptsache. Schon am nächsten Tage hatte ihr Josias Frauenkleider besorgt, und nachdem sie sie erhalten, machte sie dem Herzog auf seinen Wunsch ihre Aufwartung.

(Fortsetzung folgt)

T>ie Deutsche Werkbund-Ausstellung in Aöln

von Walter Haas

as will der Deutsche Werkbund? lautet eine Frage, die man erstaunlich oft zu hören bekommt, auch von Leuten, denen man im allgemeinen nicht nachsagen kann, daß sie sich um die kulturellen und wirtschaftlichen Strömungen unserer Zeit nicht kümmerten. Das mag vielleicht daher rühren, daß wir uns stets von neuem gehoben fühlen, wenn wir auf eine Veröffentlichung des statistischen Amtes stoßen, aus der wir entnehmen können, daß unser Gesamthandel wieder um eine Serie von Millionen in die Höhe geschnellt ist; denn Zahlen müssen uns Zeitgenossen der Technik logischerweise nun einmal bedingungslose Autorität sein. Lesen wir dann noch an den Plakatsäulen, daß in unserer Stadt zwölf große Kunstausstellungen zu gleicher Zeit stattfinden, und überfliegen wir im Abendblatt die Jnseratenmenge der Wohnungs-, Raum- und anderer angewandter Kunst, so sind wir über­zeugt, daß wir es, wenigstens was diese Fragen betrifft, herrlich weit bringen werden.