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Die Festspiele des deutschen Schillerbundes in Weimar
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

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weiter zu pflanzen, um dem Schillerbunde nicht den Weg in die große Presse zu versperren. Eine sehr nachdenkliche Geschichte!

Nichts kann die innere Erhebung bei großen Feierlichkeiten mehr verhindern als die äußere Unordnung. Von solchen Hemmnissen war in Weimar wieder gar nicht die Rede. Man begreift nicht, wie es geschah, aber plötzlich war man schon geordnet und noch dazu auf die anmutigste Art: zwischen den fackel­tragenden Jünglingen gingen die Mädchen mit weißen Lampions, die Musik spielte schon, man war mitten im wohlgeordneten Zuge, als man noch glaubte aufgestellt werden zu sollen. Der Zug schart sich um das Goethe-Schiller­denkmal, siebenhundert Mädchen und Jungen im Fackelglanz vereint um das schönste Sinnbild deutschen Geistes. Das ist der Schluß.

Alle, die eine Weimarfahrt mitgemacht haben, wünschen, daß uns die Fest­spiele erhalten bleiben. Aber der Schillerbund muß seine Ausgaben außer einigen namhaften Schenkungen aus den Mitgliederbeiträgen bestreiten. Er sucht namentlich die Eltern der Schüler von höheren Lehranstalten zu gewinnen und wünscht, daß Ortsgruppen gegründet werden, die mindestens den Elternkreis interessieren. Diese Mitglieder müssen überall den Stamm bilden, damit die Tradition nicht abreißt. Gelingt es nicht, Ortsgruppen zu gründen, so muß man seine Reichsmark geradenwegs nach Weimar an die Geschäftsstelle des Deutschen Schillerbundes senden.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Biographie und Briefwechsel

Kidcrlen, Bismarck und der Kaiser. Zu

meiner Veröffentlichung im vorigen Heft, die sich gegen die den verstorbenen Staatssekretär von Kiderlen-Wächter herabsetzende Auße» rungen der Post richtete, schreibt die Deutsche Tageszeitimg in Nummer 425 vom 23. August durchaus in meinem Sinne:

Auch wir glauben nicht, daß Herr von Kiderlen sich in solcher Weise betätigt habe, Fürst Otto Bismarck scheint das zwar eine Zeitlang angenommen zu haben und ivar deshalb auf Herrn von Kiderlen in jener Zeit nicht gut zu sprechen. Sein Sohn Fürst Herbert Bismarck hat aber, auch uns gegen­über, sich mehrfach dahin ausgesprochen, daß sowohl sein Vater als auch er selbst nachher von diesem Verdachte abgekommen seien. Wenn dies der Fall ist, so sollte man doch

nachgerade darauf verzichten, den verstorbenen Herrn von Kiderlen mit diesen: Odium zu belasten."

Die Kreuzzeitung druckt diese Ausfüh­rungen ohne Kommentar nb. G, Ll.

Schweizer Dichter

Jeremias Gotthelf in seinen Beziehungen zu Deutschland. Jenes von Stockschweizern dargebotene Geschenk einer schweizerischen Nationalliteratur hat der Schreiber dieser Zeilen (Grenzboten, Jahrgang 1910, Bd. III S. 404) abgelehnt, indem er Gottfried Keller und C. F. Meyer das Wort ließ. Da schon wieder ein unverzagter Schriftsteller, G. de Reynold um die welsche und deutsch-schweize­rische Literatur ein minnigliches Band schlingt, es hält neunhundert Seiten lang fest in seinerHistoire littörsire la Luisse au XVIII siöele" Lausanne 1912 darf man