Aus dem Werdegang der Mathematik
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„War geplatzt und hatte siebzehn Mann von uns zur Strecke gebracht. Ich kam mit einer Fleischwunde davon."
Mit blitzenden Augen hatte Evi an den Lippen des Erzählers gehangen. Der Ausgang seiner Geschichte gefiel ihr nicht. Für den heldenhaften Tod des Japaners hätte es ihrer Ansicht nach eine größere Verwundung geben müssen.
„Tut mir furchtbar leid, daß ich nicht mit einem abgerissenen Schenkel aufwarten kann!" näselte Cäsar von Brügge herablassend, als Evi ihren Gedanken naiv Ausdruck gab. Sie verstand seine Ironie und parierte mit einer schnippischen Bemerkung: „Der Japaner gefällt mir tausendmal besser als Sie!"
Edith bemerkte den Wink des Vaters und rief die Schwester an ihre Seite:
„Du bist taktlos," sagte sie leise. „Papa will, daß du zu Bett gehst. Also drück dich auf französisch!"
(Fortsetzung folgt)
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Aus dem Werdegang der Mathematik
von Dr. Karl Schmitt--Wendel in Königsberg i. pr.
iefes Dunkel liegt über der Vorzeit menschlicher Kultur, und heute, wo wir es so herrlich weit gebracht, bietet es einen besonderen Reiz, rückwärts zu schauen nach jenen Fernen. Viele Wege führen uns dahin; manche liegen weite Strecken hin offen vor uns, andere wieder müssen noch aufgedeckt und gangbar gemacht werden, damit die Kulturgeschichte, die eigentliche Geschichte der Menschheit, erkannt und verstanden werden kann.
Bei einem Werke des menschlichen Geistes hat man sich lange Zeit hin nur wenig um die Geschichte gekümmert, und doch ist es ein Werk, mit dem sich kaum ein anderes an Alter vergleichen läßt: die Mathematik. Aber nicht das Alter allein gebietet uns bei dieser Wissenschaft Ehrfurcht und Achtung; cs kommt noch die Bedeutung dazu, welche sie für die Entwicklung und das Verständnis unserer gesamten technisch-wissenschaftlichen Kultur gewonnen hat. Die Mathematik steht in inniger Berührung mit der Kultur und ihre Geschichte bildet einen wichtigen Teil jener großen Geschichte der Menschheit.
Wenn es heute möglich ist, den Werdegang der Mathematik zu überschauen, so verdanken wir das in erster Linie den Arbeiten M. Cantors und Grenzboten III 191? IS