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Dem Kaiser
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Dem Kaiser

nmitten von Festesjubel und frohlockender Feierstimmung sich den kühlen Sinn des Kritikers zu bewahren, ist an sich schon ein schwierig Ding, doppelt schwierig, wenn man selbst getragen wird von dem Bewußtsein der Bedeutung einer Feier über den Jubiläumstag hinaus, wenn Freude am Erreichten Herz und Sinn gefangen hält, und wenn frohes Hoffen die Brust schwellt. Es war, man mag noch soviel nach Un­günstigem suchen und schürfen, sich noch so lebhaft mancher sorgenvollen Stunde und manches kritischen Augenblicks erinnern, doch eine segensreiche Zeitspanne dieses erste Vierteljahrhundert der Regierungszelt Kaiser Wilhelms des Zweiten!

Kein Gebiet des Volkslebens, möge es Fragen der Wirtschaft, der Kunst, der Wissenschaft berühren, gibt es, auf dem nicht eine mächtige Entfaltung zu beobachten wäre, kein Gebiet, auf dem sich nicht lebensstarke Keime entwickelt hätten und stürmisch zur Reife drängten, kein Gebiet, auf dem wir nicht dem bis 1870 oder 1888 überlegenen oder führenden Auslande erheblich nahe ge­kommen oder es gar überflügelt hätten. Nicht nur mit der Flotte sind wir von einer unbedeutenden Stelle zur zweiten unter den Völkern aufgerückt. Grenzboten II 1913 32

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