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Die Rodia : Erzählung aus Ceylon :
(Schluß)
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Rino-Drcimatnrg!e

ich ihr gegeben, erzogen aber habe ich sie selbst; ich habe sie alles gelehrt, was ich weiß und beglückenden Lohn geerntet."

Ein freudiges Lächeln verschönte seine Züge.Der Fluch von Widschajas Vater hat sich erfüllt," fuhr er fort,auch das Kind der Rodia hat einen Mann aus anderem Stande, ja aus anderem Volke bezaubert. Aber ich fühle den Fluch als Segen. Durch die Gespräche mit Ihnen sind meine letzten Zweifel gewichen. Noch verehrt sie mich nur als Vater, nun aber will ich um ihre Liebe werben. Hier könnte ich freilich nicht bleiben, denn die Engländer würden sie als Singhalesin verachten und ihr eigenes Volk könnte ihr Rodia- blut wittern. Fern über dem Meere sehe ich uns das Glück erblühen. Über Menschensatzungen schaue ich hinweg. Nach oben richtet sich mein Blick, und ich hoffe, daß der Segen Eines über mir ist, für den die Menschen gleich find und der sich für alle, ohne Unterschied von Farbe und Stand, geopfert hat/'

Er wies auf den südlichen Himmel. Dort über den schwarzen Kronen der Palmen blinkten vier Sterne in mildem Glänze. Es war das Sternbild des Kreuzes.

Aino-T>ramaturgie

vo>! INoritz Goldstein in Berlin-Fricdeni'm

ls das reizende Wunder der bewegten Photographie aufkam und Gelegenheit, mit ihr auf eine höchst billige Weise Theater W^jU°^gM machen, überall ergriffen wurde, da haben wir gegenüber

jenen Leuten, welchen das Neue und Ungewohnte ein für alle mal HF.« ^ unsympathisch ist, gern die Lobredner des Kinos gespielt und unsere Hoffnung auf diese neue Kunstmöglichkeit den Bedenklichen zum Trotz laut bekannt. Mochte das bisher Gebotene auch auf niedriger Stufe stehen, das läge, behaupteten wir, nicht im Wesen des Lichtbildtheaters; es werde sich vielmehr entwickeln, seinen eigenen Stil finden und sich zu echter Kunst empor­arbeiten. Allein bisher hat sich unsere Hoffnung nicht erfüllen wollen, und obgleich Berufsschauspieler und Berufsdichter sich von der neuen Muse willig locken lassen, sind doch die Leistungen nicht besser, sondern eher schlechter ge­worden. Während uns von allen Seiten versichert wird, eine neue Kunst komme soeben zur Welt, oder auch, die alte Kunst der Pantomime werde wieder­geboren, ergießt sich nnt dem rapide sich mehrenden Schaustellen eine dicke Flut von Banalität über das Land, wohl gar über die Erde. Die Erfahrung