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An der Wiege des Königreichs Rumänien : Bericht des preußischen Spezialgesandten Freiherrn von Richthofen an König Friedrich Wilhelm den Vierten
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Briefe aus Trebeldorf

dahin zu wirken, daß die Kommissäre sich so schleunig wie möglich, und auch wenn die Räumung der Fürstentümer noch nicht vollständig bewirkt, sondern nur ernstlich begonnen wäre, sich nach Bukarest begeben, und ihre Arbeiten beginnen.

Baron Talleyrand wird demgemäß Mitte oder Ende Februar dieses Jahres gleichzeitig mit dem türkischen Kommissär Saafet Effendi von hier zu Lande über den Balkan nach den Fürstentümern abreisen, und wie ich von ersterem höre, wird dies alsdann in Etappen von achtundzwanzig Tagen, welche die beschwerliche Landreise erfordert, geschehen.

Die übrigen Kommissäre werden über Trieft und Wien nach Bukarest reisen, und ich werde dabei die mir von den: Ministerpräsidenten erteilte Er­laubnis benutzen, auf ein paar Tage nach Berlin kommen zu dürfen, teils um meine Familie wieder zu sehen, teils, und besonders aber, um dem Minister­präsidenten noch über einige Angelegenheiten mündlich Vortrag zu halten, die ich für die Regelung meines Verhältnisses zu den Konsulaten in den Fürsten­tümern erforderlich halte.

Bei dieser Gelegenheit werde ich mir auch Eurer Königlichen Majestät etwaige weitere mündliche Befehle in Absicht auf die mir allergnädigst anvertraute Mission in tiefster Untertänigkeit zu erbitten wagen.

(Weitere Berichte folgen)

Briefe aus Trebeldorf

von Karl Krickeberg (Vierte Fortsetzung)

Trebeldorf, den 14. Dezember 19 . . Lieber Cunz,

seit drei Tagen darf ich die Nase wieder in Freilust stecken. Eine ganze Woche habe ich im Bett kuschen müssen. Das Nebelfieber, wie sies hier nennen, hatte mich ganz von den Beinen gebracht. Wie elend das doch ist, so da zu liegen ohne rechte Pflege und Aufwartung! Zudem war mirs peinlich, solange den Dienst aussetzen zu müssen.

Nun gehts wieder. Vorgestern habe ich mich bereits zum andermal in den Pipenklub gewagt und dort die untrügliche Wahrnehmung gemacht, daß Männerklatsch bösartiger ist denn alles Weibergetratsch. Immer und immer wieder kommen dieselben Sachen aufs Tapet und werden breitgetreten nach allen Seiten.