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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

Das ist auch bei Specks Buch der Fall, Zunächst ist die Erzählung rein sprachlich ein Beispiel für alle Vorzüge der alten Schreib­weise. Ruhig und gleichmäßig, sich allen Stimmungen anschmiegend, fließt die Sprache dahin; stellenweise, insbesondere in den Schluß­kapiteln, erhebt sie sich zu vollendeter Schönheit.

Und wie die Sprache im Fortschreiten der Erzählung zu immer reineren Höhen ansteigt, so auch das, was den eigentlichen Inhalt des Buches ausmacht, der alte Glaube an einen persönlichen Gott, der jedes einzelnen Men­schen, auch des Verbrechers, Schicksal führt, der Glaube vom Leben als einer Erziehung zu einem Dasein jenseits der Erde.

Der Verbrecher, dessen Lebensgang Speck schildert, kann keine Anklage gegen die Ge­

sellschaft erheben, die ihm im Gegenteil mit einer nicht immer glaubhaften Milde entgegen­tritt, er sinkt am Widerstreit seiner zwei Seelen hinunter, bis die bessere Seele die Oberhand gewinnt und er sich zum Schluß der Erzäh­lung zu einem Menschen von fast wunder­barer Reinheit entwickelt.

Ein wenig wie ein Märchen hat mich das Buch angemutet. Die dunklen Tiefen des Lebens, durch die es führt, sie wollen nicht ganz so schrecken, wie sie es möchten; schon im ersten Ton klingt das gute Ende an. Ein fröhlicher Glaube an alles Gute und Schöne steht über dem dunklen Inhalt des Buches, wie der Weihnachtsbaum doppelt hell in der Winternacht strahlt.

Gtto Goebcl in Berlin

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erbeten unter der Adresse: An den Herausgeber der Grenzbotcn in Friedman bei Berlin, Hcdwigstr. t».

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Lin neues Heilverfahren.

Der bekannte Arzt, Herr Dr. mecl. Walser, Cannstatt, veröffentlichte in den Kneipp­blättern (Zeitschrift für arzneilosc Heilmethode und naturgemäße Lebensweise) eine Abhand­lung über:Die Bedeutung des Sauerstoffs", die mit den Worten schloß:Die Palme aber gebührt der Sauerstoffbehandlung."

Die Erkenntnis, daß der Sauerstoff ein vorzügliches und durchaus naturgemäßes Heilmittel sein müsse, ist zwar so alt wie die Kenntnis vom Sauerstoff selbst. Mehr als hundert Jahre vergingen jedoch, ehe man imstande war, in nennenswerter Weise die Nutz­anwendung aus dieser Erkenntnis zu ziehen. Erst in neuerer Zeit ist es gelungen, Heil­erfolge durch die Sauerstoffbehandlung zu erzielen, die in vielen Fällen als geradezu ver­blüffend bezeichnet werden müssen. Daß dem Sauerstoff eine große Heilkraft innewohnen müsse, wird auch dem Laien sehr leicht begreiflich sein, wenn er sich vergegenwärtigt, daß Sauerstoff für den Fortbestand des Lebens unerläßlich ist und daß der Mensch ihn nicht einmal einige Minuten zu entbehren vermag. Ohne Sauerstoff ist die Grundfunktion alles Lebens, nämlich der Stoffwechsel in unserem Organismus, undenkbar. Unsere Kultur, die uns immer weiter von einer natürlichen Lebensweise entfernt, bringt es aber mit sich, daß unserem Blute auf dem Wege der Atmung zu wenig Sauerstoff zugeht. Es entwickelt sich somit eine gewisse Verarmung des Blutes an Sauerstoff, welche nur allzuoft mit einer Überernährung 'in bezug auf unsere tägliche Kost Hand in Hand geht. Es ist leicht ver­ständlich, daß dadurch das Gleichgewicht im Haushalt des menschlichen Organismus bedenklich gestört werden muß. Die Störungen äußern sich in der Bildung und Ansammlung von Stoffwechselgiften, insbesondere von Harnsäure, die wiederum das große Heer der sogenannten Stoffwechselkrankheiten zur Folge haben. Wie durch eine rationelle Sauerstoffkur das ge­störte Gleichgewicht im Organismus hergestellt wird, erläutert in gemeinverständlicher Weise die BroschüreDie Oxydations-Therapie", die jedem Interessenten vom Institut für Sauer­stoff-Heilverfahren, Berlin W. W/K.«, kostenlos zugesandt wird.