Beitrag 
Stärke und Macht des Deutschtums in den baltischen Provinzen :
(Schluß)
Seite
351
Einzelbild herunterladen
 

351

Balten das Hüten von Kulturgütern anvertraut hat, die allerdings von ihnen ür größer als der Kulturbesitz der ihnen gegenüberstehenden Undeutschen gehalten werden, und daß infolgedessen sich in ihnen das Bewußtsein, von höherer Art als die Undeutschen zu sein, ausgebildet hat, so mag das richtig sein. Es ist dann etwas, was sie vor vielen Deutschen Petersburgs und Moskaus auszeichnet.

Ihre Schicksalsstunde hat jetzt geschlagen. Das Großrussentmn hat unzweideutig zu verstehen gegeben, daß es mit deutscher Kultur und deutschem Besitz in der Baltenmark ein Ende machen und die Ostsee in ein russisches Binnenmeer verwandeln will. Wird Livland nicht erobert, rücken die deutschen Heere, die den Polen die Freiheit gebracht haben, aus Kurland ab, so werden dieVaterlandslosen", die die Balten ja immer gewesen sind, ihr Schicksal weitertragen und von der Scholle, wo sie jahrhundertelang den Kampf um deutsche Art allein und ohne Hilfe führend einer lichteren Zukunft entgegenhofften, ohne Ausnahme weichen müssen. Am Ende desdeutschen" Krieges zieht dann in Deutschlands älteste Kolonie der Moskowiter ein.

Herbstabend in Flandern

Schwer, wie blut'ge Tränen, rieselt Von den Zweigen braunes Laub. Aus vereisten Wolken nieselt Müder, frost'ger Regenstaub. Und der Wind im feuchten Ried Summt ein traurig' Sterbelied.

Wehmut hat die Welt beschlichcn Und die Erde tiefes Leid. Ihre Farben sind verblichen, Fahl und düster ist ihr Kleid. Und ein mattes Seufzen geht Durch die Felder, sturinzerweht.