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Zur Neuverteilung des geschichtlichen Lehrstoffes
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Deutschland

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vermitteln, nahezu unmöglich gemacht, wenn er in einem Schuljahr achtzehn Jahrhunderte, im anderen eines abhandeln soll. „Nach dem übereinstimmenden Urteil sachkundiger Schulmänner", so hören wir, sei diese Reform dringend nötig, wenn man den Lehrstoff mit der wünschenswerten Gründlichkeit bis zur Gegenwart durchnehmen sollte. Mag sein. Wenn es nun aber der souveräne Eigensinn eben dieser Sache wäre, daß man das nicht solle? Wenn es keines­wegs aus der Sache geboten wäre, den Gott sei Dank sehr lebendigen Hindenburg morgen bereits auf geschichtliche Kategorien zu ziehen und in Schulstundenrationen zu zerhacken? Dann könnte man nämlich (das Ei des Kolumbus!) — alles beim alten lassen. Womit die Sache wenigstens nicht schlechter würde.

Deutschland

Teutschland, Vaterland, Heiligtum, wie soll ich dich benedein? Nie empfand ich so tief den Ruhm, dein ärmster Sohn zu fein!

Draußen auf tobender Walstatt rollt unsrer Geschütze Gewalt; hier fließt segnendes Abendgold über den rauschenden Wald.

Draußen sind taufende, Mann an Mann, zu eiserner Wehr bestellt; hier führt der Bauer fein müdes Gespann über das trächtige Feld.

Draußen, wo dunstig der Tag verschied,

Trommeln, Trompetenstoß;

hier singt die Mutter ein Abendlied

und wiegt ihr Kind im Schoß.

Deutschland, Vaterland, Heiligtum.

all mein Fühlen sei dein!

Nie empfand ich fo tief den Ruhm.

dein ärmster Sohn zu sein.

Zwiefach bist du erhöht und geweiht, auch am härtesten Tag: Gott gab dir fröhliche Gläubigkeit und Kraft zu dröhnendem Schlag!

(Linst Ludwig SclMenberg