Englische lveltpolitik und Weltverkehrsfragen vor dem Kriege
von Dr. Wütschke
entstehenden durch, daß
ielbewußt steuert seit dem letzten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts der englische Imperialismus, dessen Parole 1868 mit dem Schlagwort des „Greater Britain" ausgegeben wurde, seinem Hauptziele zu: der Errichtung eines die Welt umspannenden British Empire. Chamberlains Politik sah in diesem neu zu Reich die glückverheißenden Geschicke der Welt sich erfüllen. Da- man den allmählich erstandenen Großkolonien mit überwiegend englischer Bevölkerung, Kanada, Südafrika und Australien, größere Selbständigkeit zubilligte, ihnen Rechte verlieh, die ihre Bewohner das Gefühl von Bürgern zweiter Ordnung im Reiche vergessen ließ, und ihnen eine annähernd gleiche politische Stellung im Empire einräumte wie denen des Mutterlandes, Hvsfte man dem British Empire den festen Boden des Zusammengehörigkeitsgefühls, des gemeinsamen politischen Vertrauens zwischen Mutterland und Kolonien geben zu können.
Man muß dieser englischen Politik das Lob zugestehen, daß sie mit Ziel- Bewußtheit und Weitblick die Erreichung ihres Endzieles durchzusetzen wußte. Deutlich kann man drei Entwicklungsabschnitte dieser imperialistischen Politik unterscheiden.
Aus den Kämpfen um die Wende des achtzehnten zum neunzehnten Jahr- hundert ging das Jnselreich als die einzige wirkliche Großmacht hervor. Der erste Gedanke eines engsten Zusammenschlusses der Kolonien mit dem Mutterland aber tauchte bereits zu Napoleons Zeiten mit dem Plan der Durchstechung Grenzboten III 1916 Lt