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Die Ostfront des Weltkrieges
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Die Ostfront des Weltkrieges

von Hanptmann Ernst Liljedahl, Mitglied des schwedischen Reichstages

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Die nachfolgende Darstellung des osteuro­päischen Problems dürfte unseren Leserkreis besonders interessieren, weil sie die Auffassung einesNeu­tralen" widerspiegelt. Die Schriftleitung

inerlei, werangefangen hat", die Tatsache, daß die russische Eroberungspolitik die Hauptursache des Weltkrieges ist, dürfte sich l nicht bestreiten lassen. Der Minister des Auswärtigen Sasonoff ^hat vor der russischen Duma offiziell zugegeben, daß der Zweck des Krieges ein Fortsetzen der russischen Mittelmecrpolitik sei. Der russische Oberbefehlshaber Großfürst Nikolai Nikolajewitsch hat in seinem bekannten Aufruf an das polnische Volk erklärt, daß der Krieg gegen Deutsch­land und Österreich außerdem noch die Eroberung der mit diesen Reichen ver­einigten Teile des ehemaligen Königreiches Polen bezwecke, also den Deutschen Reiche Posen, Westpreußen und Ostpreußen bis zur Weichsel und seinen Ver­bündelen Galizien entrissen werden solle. Rußlands Kriegszweck ist daher völlig klar. Seine alles verschlingende Liebe zu seinen Nachbarn ist derIdealismus" seiner Politik. Das Zarenreich will neue Länder haben, um sie durch Miß­wirtschaft zu ruinieren.

In einem Vortrage, den der österreichische Regierungsrat Professor Carl Brockhausen am 23. Januar 1915 in Wien gehalten hat und über welchen die Zeitschrift Polen ausführlich berichtet, ist die Lage unter österreichischem Gesichtspunkte durch einige beleuchtende Sätze klargelegt. Es wurde gezeigt, wie jeder, der sich mit der Politik Rußlands in den letzten Jahren gründlich beschäftigt hat, erkennen kann, daß die Kriegspolitik des Zarenreiches im Süd' westen Österreichs Zerfallen. Aufteilung in seine Atome, das Ende des Habs­burgerreiches und hinsichtlich der Kriegsaufgabe gegen Deutschland das Zermalmen Mitteleuropas ist. Daher ist, nach Brockhausen,Selbstverteidigung und Kampf um die Existenz" das Feldgeschrei der Zentralmächte.

Sieht man von den antinationalen Übergriffen ab, von welchen wohl keine Großmacht chemisch rein ist, so ist Osterreich, im großen gesehen, in älteren Zeiten ein kräftiger Kulturschutz gegen Hunnen, Tataren und Türken gewesen, und heute steht es als Grenzwacht gegen das halbasiatische Rußland da. Das Zarenreich hat seine Mission darin gesehen, die slawischen Völker, welche zur österreichischen Monarchie gehören, zubefreien" und durch Verwirklichung des