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Der italienische Irredentismus
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LinEuropäischer Staateubund"?

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daß die Regierung es einsieht, daßes für den Überschuß an Tatkraft, welche sich in Italien Raum zu schaffen sucht, dringendere, würdigere und schwerere Aufgaben gibt und zwar innerhalb der Grenzen des Königreiches selbst, daß die wahre .Jtalia irredenta' nicht in Südtirol und Jstrien, sondern direkt um Rom in der Campagna liegt, und überall da, wo die Malaria ihr Todespanier auspflanzt, daß das leidende Italien nicht durch Zeitungsartikel und Parlaments­reden von dem Joche zu erlösen sei, das auf ihm lastet, sondern durch die Spitzhacke und die Schaufel des Drainierungsarbeiters, nicht durch wüste und lärmende Volksbewegungen, sondern durch zähe, anhaltende und mühevolle Bodenverbesserung," daß sie es einsieht, !daß nicht Jstrien und Trient erlöst zu werden brauchen, sondern das Land, das schon einmal der große Scipio der ewigen Rom« erobert hat, daß dieJtalia irredenta" da liegt, wo einst die weiß schimmernden Tempel, die grünen Haine, die blühenden Wiesen, die ragenden Städte und die marmornen Säulen der Römer Nordafrilas der Welt verkündeten, was römische Kultur, römische Kunst und römischer Fleiß der Menschheit geschenkt hat.

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GinEuropäischer staateubund"?

Offener Brief an Professor Heyinans in Groningen

orbemerkung: Der Schreiber des nachfolgenden Briefes erhielt vor einigen Tagen von Herrn Professor Heymans in Groningen eine von ihm verfaßte SchriftAn die Bürger der kriegführenden Staaten" zugesandt, die von dem KomiteeDer Europäische Staatenbund" herausgegeben ist. Die Schrift betont zunächst, daß die Neutralen den Vorzug haben, die von beiden kriegführenden Parteien angeführten Gründe vernehmen und wirklich unparteiisch würdigen zu können. Die Ursache kriegerischer Auseinandersetzungen erblickt sie im gegenseitigen Mißtrauen, da ein vermeintlicher Widerstreit der Interessen verschiedener Staaten fast immer gegenseitiges Mißtrauen zur Voraussetzung habe:Der Friede, der von keinem Kriege mehr unterbrochen wird, wird kommen, sobald das gegenseitige Mißtrauen der Staaten aufgehoben sein wird." Die Erfahrung lehrt,daß keine ernstlichen Jnteressentonflikte mehr vorkommen, sobald ver­schiedene Staaten sich zu einer Rechtsgemeinschaft verbunden haben, welche gegenseitige Angriffe ausschließt und die innerhalb jedes Staates den Bürgern der anderen Staaten zustehenden Rechte bestimmt." Me Schrift schließt mit folgendem Aufruf: