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Zur Rechtfertigung des Krieges
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Bismarcks Stellung zur äußeren Mission

Was hilft es mir, wenn der eine mich aufruft: der Egoismus ist der ur­sprüngliche Grnndtrieb unserer Natur, der Altruismus nur seine psychologische Verfeinerung; jener also hat den Vorrang, ihm vor allem mußt du gehorchen. Und der andere: der Egoismus ist der rohe Urtrieb, erst mit der Entwicklung des Altruismus hebt das sittliche Leben an, dieser also ist für dich maßgebend. Das sind Schlüsse aus zufälligen Gefühlsbetonungen. Ich muß leben und wachsen wollen, und ein Volk muß nach Macht streben über die anderen, das ist die Bestimmung des Lebens. Und doch darf mir und darf dem Volke Leben und Macht nichts gelten, denn nach der sittlichen Bestimmung ist kein Leben sür sich, sondern für anderes.Kein Erschaffner hat dies Ziel erflogen, über diesen grauenvollen Schlund trägt kein Nachen, keiner Brücke Bogen, und kein Anker findet Grund."

Bismarcks Stellung zur äußeren Mission

«Line zeitgemäße Erinnerung von Maximilian von Hagen-Berlin

ismarck betrachtete die Kolonien völkerrechtlich und staatsrechtlich als Ausland. Nur auf dem Gebiete des Missionswesens machte er eine Ausnahme: zum Leidwesen des ultramontanen Deutsch­lands brachte er hier die heimische Gesetzgebung zur Durchführung. In diesem Punkte wirkten parteipolitische Verhältnisse, die aus

dem verflossenen Kulturkampf hervorgewachsen waren, ausschlaggebend. Als nämlich zwei französische Misstonare deutscher Abkunft, die einer deni Jesuiten­orden verwandten Pariser Kongregation angehörten, bei dem Auswärtigen Amt um die Erlaubnis nachsuchten, in Deutschland ein Missionshaus zur Erziehung von Missionaren für die deutsch-westafrikanischen Kolonien errichten zu dürfen, da verweigerte er diese. Die Missionare beriefen sich bei ihrem Gesuch auf Artikel sechs der Kongoakte, die, unter Bismarcks Leitung entstanden, Freiheit der Religionsausübung gewährleisteten; Bismarck aber stützte sich auf das Gesetz vom 13. Mai 1873, das auch allen derGesellschaft Jesu" verwandten katholischen Orden die Niederlassung auf deutschem Boden untersagte. Bismarck befürchtete einen Versuch der Jesuiten, auf dem Umwege über die Kolonien heimlich nach Deutschland zurückzukehren. Im übrigen blieb ihm die An­gelegenheit, die in der katholischen deutschen Welt viel Staub aufwirbelte (Artikel der Germania vom 27. Oktober 1885:Was man bei uns unter