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Gleiches Mahlrecht?
auch Nichtsoldaten, etwa die Söhne von den Vätern selbst in der Handhabung des Gewehrs und im Schießen unterwiesen werden könnten. Gewehre, Karabiner und Revolver sowie Patronen sollten von der Heeresverwaltung unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Wo militärische oder private Schießstände vorhanden find, dürften sich Schwierigkeiten kaum ergeben. Ähnlich könnte auch mit Richtübungen an Geschützen vorgegangen werden. Preisschießen und -richten, Auszeichnungen aller Art und last not Iea8t die größte Duldsamkeit allen Personen gegenüber, die den Wunsch haben, als Schützen ausgebildet zu werden, müßten doch jährlich taufende Jünglinge zu guten Schützen machen. Aber auch hierbei wird die Lonclitio sine qua non sein: Verjüngung des Offizierskorps. Denn die mit den militärischen Schießvereinen verbundene Mehrbelastung würde vornehmlich die Bezirkskommandos treffen. Nur junge, elastische Kommandeure und Bezirksoffiziere werden aber glänzende Leistungen aufzuweisen haben.
G. Lleinow
Gleiches Wahlrecht?
Line Studie mit besonderer Berücksichtigung des Wahlrechts zum Deutschen Reichstag und zur Bremischen Bürgerschaft
von !)>-. B. Noltenius-Arosa
as Verlangen nach gleichem Wahlrecht sür alle Staatsbürger wird im Namen der Gerechtigkeit erhoben. Ideal genommen hat solche M^Z Forderung nicht weniger zur Voraussetzung als gleiche politische Befähigung und gleiche Leistungen jedes Bürgers sür die Aufrecht- erhaltung des Staates nach außen und innen (politisch) und seine materielle Förderung (wirtschaftlich und sozial.)
Der erste Teil der Voraussetzung fällt in sich zusammen, selbst bei denkbar gleichmäßiger Vorbildung auf geschichtlichem und staatswissenschaftlichem Gebiet und ähnlicher praktischer Schulung.
Es wird stets neben der Menge apolitischer Naturen, also neben solchen, denen das Organ für die Staatsnotwendigkeit überhaupt zu fehlen scheint, zwei Hauptgruppen geben, die der politischen Köpfe und der antipolitischen Elemente. Erstere zeichnen sich durch eine mehr oder minder glückliche Vereinigung von Intelligenz und praktischem Blick aus. Die gegnerische Gruppe weist zwei Haupttypen auf, je nachdem ein starker seelischer Defekt überwiegt (Schwachbegabte, Minderwertige, Gewohnheitsverbrecher) oder infolge Übermaßes an Phantasie ein mangelhafter Sinn für das Reale, das praktisch Erreichbare besonders hervortritt. (Fanatiker, Utopisten, Zukunftsstaatler.)