Die See in der plattdeutschen Lyrik
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Stork, Stork, Schmwwelschnawwel, Mit de lange Heugawwel, Flieg übers Bäckershaus, Hol' drei Weck heraus: Dir ein', mir ein', Andern Kindern auch ein'!
Oder wenn in ihm die Sehnsucht aufstieg, noch ein kleines Brüderchen zu bekommen:
Stork, Stork, guter,
Bring mer noch en Bruder!
Aber wenn das die arme Sophie hörte, rief sie rasch: Stork, Stork, bester, Bring mer noch e Schwester!
So und derlei waren die Gedanken, die dem Karl auf dem Heimwege von Pfeddersheim kamen. (Fortsetzung folgt)
Die See in der plattdeutschen Lyrik
von Wilhelm Poeck-Askona
s ist selbstverständlich, daß eine von meeranwohnenden Stämmen gesprochene Volkssprache in ihrer Laut- und Wortbildung auch stark vom Leben des Meeres beeinflußt wird, daß sie, wie das wirtschaftliche Leben der Bevölkerung, zu ihm in natürlichen inneren Beziehungen bleibt und daß diese sich vor allem auch in seiner Literatur ausprägen müssen. Das bekannteste zum plattdeutschen Programmlied gewordene Gedicht Reuters ist eine Lobpreisung der plattdeutschen Sprache, die ein „Eikboom, de maßt an de See" genannt wird. Dies ideale Bild ergänzt Groth durch einen markigen Hinweis auf ihre weit über Deutschland hinausgreifende praktische Bedeutung für das Leben auf der See.
, Gah op de See, so wit se reckt, Wohin en Strom sin Oewer streckt, Wohin en Schipp dat Segel führt, Dar ward uns' ole Plattdütsch hört. Keen Stück an't Schipp, un het't en Nam, So is he ut dat Plattdütsch kam. Keen Wovrd op Schipp ward kummandeert, Man het't toerst op Plattdütsch lehrt. Wenn't nu vor engelsch, hochdütsch ludt: Ut 't Plattdütsch neem se dat herul. Grenzboten IV 1912 2S