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Schaffen und Genießen : die Tendenz zur reinen Konsumtion und ihre Bekämpfung. I.
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Deutschlands Handelsschiffcchrt in Uriegszeiten

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Das Übel ist heute so viel größer als früher, weil der Stoff der Zeitungs­lektüre außerordentlich gewachsen und das ganze Tempo des Lebens sich so sehr beschleunigt hat. >

Selbst unser Schulwesen zeigt sich von dieser Tendenz zur reinen Kon­sumtion bedroht. An sich herrscht in ihm freilich ein Streben, die Schüler zur eigenen Arbeit anzuleiten. Es gilt in ihm überall als anerkannter Grund­satz, daß nur der Besitz wertvoll ist, der erarbeitet ist. Aber für seine Ver­wirklichung fehlt es auch hier vielfach an der erforderlichen Zeit. Die Fülle des Stoffes tritt ihm hindernd in den Weg, die man von den verschiedenen Seiten her immer noch um ein ueues Fach vermehrt wissen möchte. Von dem Lehrer wird verlangt, daß er in bestimmter Zeit mit einem gewissen, nicht gering bemessenen Pensum fertig werde; er wird dadurch seinerseits dazu gedrängt, dem Schüler das Lernen leicht und bequem zu machen. Und was bedeuten die viel gerühmten Fortschritte in der Methode vielfach mehr als eine solche Erleichterung, die die Selbständigkeit des Schülers herabsetzt und ihm weniger Gelegenheit gibt, seine geistigen Kräfte zu entfalten und sie auszuarbeiten? Auch unsere Schulen zeigen so eine Tendenz geistige Speiseanstalten zu werden, in denen das Verfahren nach möglichst großer Nahrungszufuhr sich bis zur virtuosenhaften Vollendung entwickelt hat. (Fortsetzung folgt)

Deutschlands Handelsschiffahrt in Ariegszeiten

von Uapltänleutnant Walther Frobenius-Wilhclmshaven

ereit sein ist alles!" Dieser Satz wird wohl am häufigsten benutzt mit bezug auf die Wehrkräfte eines Landes, auf Heer, Flotte und neuerdings auch auf die Geldwirtschaft. Bei seiner Anführung denkt jeder Mensch unwillkürlich an dasBereit sein" für kriege­rische Ereignisse. Während nun aber die Allgemeinheit, dank unserer militärischen Erziehung dem Gedanken eines Krieges nicht fremd ist, kann man sich doch nicht verhehlen, daß die Idee desBereit seins" längst nicht genügend ein Allgemeingut aller Berufsarten und aller Volksschichten ist. Ein jeder Wehrfähige ist sich bei uns klar, welche Pflichten er mit dem Aus­spruch der Mobilmachung in seinen Eigenschaften als Heeres- oder Marine­angehöriger zu erfüllen hat. Es sind sich aber wohl nicht viele darüber klar, daß sie auch in ihrem bürgerlichen Berufbereit sein" müssen, daß sie auch den Krisen gegenüber, die im Wirtschaftsleben bei Kriegsausbruch eintreten werden. Grenzboten III 1912 46