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An der Wiege des Königreichs Rumänien : Berichte des preußischen Spezialgesandten Freiherrn von Richthofen an König Friedrich Wilhelm den Vierten. 2.
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Iie Futuristen

Die vielen Gradationen u. Formalitäten werden Preußen dann wohl eine passende Gelegenheit des Ausscheidens bieten. Bis dahin ist Preußens Auf­gabe, dieder erkannten Wahrheit u. Ueberzeugung nichts zu vergeben, sondern dieselben unumwunden, furchtlos und ehrlich auszusprechen".

Die Frage, ob beide Länder Einen oder zwei Staaten bilden sollen? mag ich nicht entscheiden. Ich neige bestimmt für die Einheit, es werde mich sreuen, wenn sie beliebt wird. Wird das Gegentheil beschlossen, so tröst' ich mich leicht darüber, denn das ist, wie mir bedünkt, recht eigentlich eine Con- venienzsrage, namentl. für Rußland u. Oestreich, u. werde ich Sie, lieber Louis, darüber später noch instruiren lassen. Meine Lonäitiv sine qua non kann mit Trennung u. Vereinigung zu gleichem Maaße erfüllt, zu gleichem Maaße verworfen werden. Vale.

F. W.

Die Futuristen

von Dr. u?. Warstat-Altona

enn man die Bilder der Futuristen zum ersten Male sieht und die stolz-verstiegenen Phrasen ihres Manifestes durchliest, die hinter einer Fülle von gewollt hochtrabenden, teils aber auch rührend unbehilflichen Worten die künstlerischen Ziele dieser neuesten Propheten der Bewegung mehr verhüllen als klarlegen, so ist man geneigt, mit einem Lächeln und Achselzucken an beidem vorüberzugehen. Ich habe allerdings auch schon Leute gesehen, die unter lautem Lachen ihren Spott mit den rätselhaften Bildern trieben und die durch pathetische Dekla­mation der Phrasen aus dem Manifeste die Lächerlichkeit und Ungereimtheit mancher dieser Ergüsse sehr gut zum Ausdruck zu bringen wußten.

Hohn und Spott ist auch der Grundton der meisten Äußerungen, die über die Futuristen in die Öffentlichkeit gelangt sind. Und die jungen Maler, von denendie ältesten dreißig Jahre alt sind", haben diesen Spott selber heraus­gefordert, nicht nur durch die lächerlichen Übertreibungen ihres Prinzips genaueste Beobachtung und Darstellung aller Einzelphasen in der Bewegung, sondern auch durch die allzu kämpferische Art ihres Auftretens. Aller­dmgs künstlerischer Sturm und Drang ist ja stets gleichbedeutend mit dem Kampf gegen das Alte, Gewohnte, Festgegründete. Das Neue braucht Platz und glaubt diesen Platz an der Sonne sich nur aus Kosten des Alten und Anerkannten erkämpfen zu können. Diese Erscheinung ist uns zwar längst aus der Geschichte aller Künste bekannt; dennoch aber sind wir nicht imstande, sins