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Justus Georgius Schottelius : zus seinem 300. Geburstage 1612 - 23. Juni - 1912
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Justus Georgius schottelius

Zu seinem MO. Geburtstage ^6^2 23. Juni von Dr. zur. Richard von Damm-Hamm

m 23. Juni sind dreihundert Jahre verflossen, seit in der süd- hannoverschen Stadt Einbeck Justus Georgius Schottelius, der große Sprachforscher des siebzehnten Jahrhunderts, derJakob Grimm seiner Zeit", wie man ihn wohl genannt hat, geboren wurde.

Die Heimat der Familie Schottelius, deren Geschichte sich bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückverfolgen läßt, befindet sich im Herzen Nieder­sachsens, im Leinetal zwischen den Höhenzügen des Harzes und Solling; in Einbeck, Markoldendorf und Dassel taucht der Name in alten Chroniken zu der Zeit, als die Hammerschläge Luthers an die Wittenberger Schloßkirche durch die deutschen Gaue und weit über Deutschlands Grenzen hinaus erschallten, zuerst auf; der Geschichtsschreiber der Familie nimmt jedoch an. daß die Heimat der Familie das Dorf Ahlshausen bei Gcmdersheim ist. Der Name tritt uns schon bei seinem ersten Vorkommen als Schottelius entgegen; die früher wohl vertretene Ansicht, er habe ursprünglich Schotte! gelautet und Justus Georg habe ihn, dem Zuge der Zeit folgend, latinisiert, ist nicht richtig. Im Gegenteil, Justus Georg hat, was ja auch viel mehr seinem Bestreben entspricht, der deutschen Sprache wieder zu Ehre und Ansehen zu verhelfen, seinen Namen gelegentlich inSchotte!" verdeutscht. Diese Namensform hat sich aber doch nicht einzubürgern vermocht; seine Nach­kommen nennen sich vielmehr noch heute Schottelius.

Der älteste bekannte Träger des Namens Schottelius war der zwischen 1530 und 1630 geborene Großvater Justus Georgs, der Ratsverwandte Andreas Schottelius in Einbeck. Dessen Sohn Johannes war schon der lutherischen Lehre zugetan; er bekleidete zuletzt das Amt eines Predigers an der Neustädter-Kirche in Einbeck, wo er am 12. September 1626 an der Pest starb. Außer Justus Georg sind aus seiner Ehe mit Margarete, geb. Ilse, ein Sohn Johann und eine Tochter hervorgegangen.

Justus Georg, der den Vuier im Alter von vierzehn Jahren verloren hatte, sollte ursprünglich Kaufmann werden. Die Liebe zu den Wissenschaften führte ihn aber nach kurzer Lehrzeit auf die Schule zurück. 1627 finden wir ihn auf dem Gymnasium Andrecmum in Hildesheim und 1630 auf dem Gymnasium zu Hamburg.