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Die fürstlichen Gegner Bismarcks im ersten Jahre seines Ministeriums
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Die fürstlichen Gegner Bismarcks im ersten Jahre seines Ministeriums

von vi-, Heinrich Glaser-Weimar

n den fünfziger Jahren hat Bismarck einmal erklärt: wenn der König gescheite Minister haben wolle, dann müsse er die acht jüngsten Premierleutnants des 1. Garderegiments z. F. nehmen. Wilhelm der Erste hat diese Probe nicht gemacht; aber Bismarck zum Minister zu nehmen, ist ihm auch schwer geworden. Er sah in ihm den früheren politischen Gegner, der während des Krimkrieges den König Friedrich Wilhelm den Viertel! im Gegensah zu der Auffassung des Prinzen bestimmt hatte, den Kampf mit Rußland zu vermeiden. Dann war ihm die rücksichtslose Persönlichkeit und das Burschikose, Flatterhafte seines Wesens, wie es der König bezeichnete, nicht sympathisch. Schließlich blieb ihm aber, wenn er auf die Heeres- reorganisation nicht verzichten wollte, nur zweierlei übrig: Abdankung oder Bismarck. Die Abdankungsurkunde hatte der König auf dem Tische liegen, als er mit Bismarck verhandelte. Nach einleitenden Bemerkungen stellte er an Bismarck die Frage, ob er bereit sei, als Minister für die Militärreorganisatwn einzutreten, auch gegen die Majorität des Landtages und seiner Beschlüsse. Auf Bismarcks Zusage erklärte er schließlich:Dann ist es meine Pflicht, mit Ihnen die Weiterführung des Kampfes zu versuchen, und ich abdiziere nicht."

Mit der Ernennung Bismarcks zum Minister am 23. September 1862 begann der Kampf. Wild loderte der Haß auf. Die Erinnerung an den rücksichtslosen Junker und Konservativenführer vom Vereinigten Landtag und vom Erfurter Parlament war noch zu lebendig. Man suchte die früheren Jahrgänge des Kladderadatsch hervor iind putzte die alten Witze neu heraus. Da vertilgte er Städte vom Erdboden und zog im Krebspanzer des Nttck- schrittlers, Knute und Stammbaum in der Hand, neben Ludwig von Gerlach und

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