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Die Bewegung des Panislamismus und Pantürkismus in Rußland
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Die Bewegung des jDanislamismus und pantürkismus in Rußland

von Toepfer-Lharlottcnburg

ie Völker des Ostens sind erwacht. Erwacht sind die zweihundert Millionen Muselmanen der ganzen Welt des Islam und mit ihnen die dreißig Millionen, über die der Zar in Sibirien, Turkestan, Chiwa und Buchara, in den Wolga- und Kamagegenden, in den Kalmücken- und Kirgisensteppen und in Kaukasien gebietet. Die russische Presse hat einen schwachen Trost für diese Tatsache uur darin zu finden gewußt, daß alle christlichen Staaten mit muselmanischer Bevölkerung, vor allem England, vor der gleichen Aufgabe stehen, sich mit ihr abfinden zu müssen.

Nach Professor Maschanoff ist in einem jeden Reiche, in dem der Islam nicht herrscht, der Muselman unfähig, ein vollwertiger, den Staat mit seinen Forde­rungen bedingungslos anerkennender Untertan zu sein; weit mehr ist er ein fremdes Reis auf fremdem Stamme, ein Element, das den Staat auf allen Wegen des Fortschrittes hemmt. Der Islam und die von ihm beherrschte Gedanken­welt sind eben unverträglich mit der Stellung und den Aufgaben des Bürgers emes christlichen Staates, denn er zwingt den Muselmanen zum Panislamismus religiös-politischem Glaubensbekenntnis. Hierauf beruht die ihre ziffernmäßige Stärkeweit übertreffende Bedeutung der mohammedanischen Bevölkerung, die bei ihrer Zusammendrängung im mittelasiatischen Lande eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den russischen Staat in sich birgt. Diese Gefahr ist um so größer, als sie nicht entfernt richtig gewürdigt wird, als die Glaubenslehren und Charakter- e'genschaften, Gewohnheiten und die Literatur nur ungenügend, eigentlich gar rncht^bekannt sind. Die besten und zuverlässigsten Werke, wie das zwanzig-

*) Die mohmnmcdnnische Beböllerung Nußlands beträgt etwa ein Siebentel der Ge- smntbevölkemng,

Grenzvoten I 1912 SS