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Liszt - Goethe - Weimar
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Schutz dem deutschen Arbeiter

Wirklichkeit versehrt, zum Teil auch herber verkannt, dessen ungeachtet nur Schmerzen litt, die auch ihm vertraut waren, nur Ideale träumte, die auch sein Blick erschaut hatte, nur an Wunden krankte, an denen auch er geblutet, wenn­gleich er sie zu heilen verstand, nur Tränen weinte, deren Quelle auch ihm geflossen, nur daß er sie zu stillen vermocht."

Mochte der sinnende Betrachter vor dem Denkmal in der Ferne ein lockendes Traumbild aufsteigen sehen? Ein Nachtrag zu seinem Testament enthält den deutungsvollen Abschnitt:Es gibt in unserer zeitgenössischen Kunst einen Namen, der jetzt schon ruhmreich ist und der es immer mehr und mehr werden wird Rich. Wagner. Sein Genius ist mir eine Leuchte gewesen; ich bin ihr gefolgt und meine Freundschaft für Wagner hat immer den Charakter einer edlen Leidenschaft beibehalten. Zu einem gewissen Zeitpunkt hatte ich für Weimar eine neue Kunstperiode geträumt, ähnlich wie die von Carl August wo Wagner und ich die Koryphäen gewesen wären, wie früher Goethe und Schiller, aber ungünstige Verhältnisse haben diesen Traum zunichte gemacht."

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Schutz dem deutschen Arbeiter

von Dr. G, W, Schi e lc-Ncmmburg a, s.

n der Landwirtschaftlichen Wochenschrift für Pommern ist am 18. März 1910 ein Aufsatz erschienen von Amtsrat Kavser-Kasi- .mirsburg. Darin heißt es wie folgt:Warum verläßt der deutsche Landarbeiter das Land? Weil er auf der einen Seite von Stadt und Industrie stark gesucht wird, und weil er auf der anderen Seite durch die ausländischen Wanderarbeiter unterboten wird." Will man den deutschen Landarbeiter nicht ganz verlieren, so muß man ihn schützen, wie man die Industriezweige und den Getreidebau geschützt hat, also durch einen Zoll, den der Ausländer am Arbeitsort zu zahlen hat, oder der für ihn vom Arbeitgeber zu zahlen ist."Die Seßhaftmachung des Arbeiters im großen ist unter den heutigen Verhältnissen vergebene Liebesmüh. Denn sein Konkurrent, der ausländische Schnitter, läßt ihn nicht hochkommen. Der hat ja gerade unsere freien Arbeiter verdrängen helfen. Ich bin der Überzeugung, daß wir heute noch wie früher eine Menge freier Arbeiter hätten, wenn uns die Möglichkeit gefehlt hätte, Ausländer zu beziehen. Die Seßhaftmachung kann unter den jetzigen Umständen nur gelingen, wo sie mit großen Opfern der Gründer ins Werk gesetzt wird, oder ausnahmsweise günstige Bedingungen vor­liegen. Sie wird aber ganz vorzüglich gelingen, wenn man erst den deutschen Landarbeiter auf irgendeine Weise konkurrenzfähig gemacht hat. Das kann