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England
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England

vo» ZNlijor Ernst Fischcr-l^linnover

in siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert legte England den Grund zu seiner maritimen und kolonialen Weltstellnng, hatte aber schließlich, nachdem zuvor Spanien und Holland aus ihrer Stellung als führende Seemächte verdrängt waren, noch in Frank­reich einen nicht zu unterschätzenden Konkurrenten. Ihn nieder­zuzwingen bedürfte es erst der schweren Kämpfe, die zuletzt fast ganz Europa gegen Napoleon den Ersten führte, ein gigantisches Ringen, das, wenn auch nicht in erster, so doch in zweiter Linie zu Nutz und Frommen Britanniens erfolgte. Hatte auf dem Wiener Kongreß schon Frankreich gut abgeschnitten, so gelang es England noch besser. Die während der napoleonischen Feldzüge besetzten fremden Kolonien wurden ihm im wesentlichen belassen und damit auch die gewonnenen Stützpunkte im Mittelmeer Gibraltar (schon srüher besetzt), Malta und die Ionischen Inseln, letztere später an Griechenland abgegeben und die den Weg nach Indien deckenden Etappen im Atlantic und Indischen Ozean. Vor allem aber:Es gab auf dem weiten Erdenrund keine Flotten mehr, welche englische Küsten und Schiffe bedrohen konnten." Die englische Weltmachtstellung schien für ein Jahrhundert gesichert. Frankreich hatte indirekt seine Schuldigkeit getan und zu den erzielten Resultaten das meiste beigetragen. Fast zwanzig Jahre hindurch hatte zur Zeit der vorletzten Jahrhundertswcnde der Schlachten- donner in Europa gegrollt und die Länder des Kontinents waren ärmer geworden, mit Ausnahme von Frankreich, dessen Wohlstand Napoleon der Erste trotz un­aufhörlicher Feldzüge außerordentlich gehoben, und welchem die Verbündeten nur mäßige Kriegssteuern auferlegt hatten, Handel und Industrie waren geschwunden oder wenigstens in der Entwicklung aufgehalten und nur von einzelnen Nationen schwacher Kolonialbesitz gerettet worden. Da die Vereinigten Staaten von Amerika als Groß- und Weltmacht noch nicht in Frage kamen, Nußlands Grenzen von Indien damals noch weit entfernt lagen, konnte England sich zunächst der erreichten Erfolge in Ruhe erfreuen, unter diesen Umständen auch weiter als Stütze

Grmzboten III 1911 37