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Reichsspiegel :
(Vom 17. bis 23. Juli)
Seite
192
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erstenmal an den deutschen Markt, der für die älteren russischen Privatbahnen schon außerordentlich bedeutende Mittel, zum letztenmal vor zwei Jahren, aufgebracht hat. Die russischen Eisenbahnprioritäten genießen eine staatliche Garantie, so daß sie als ein modifiziertes Staatspapier angesehen werden können. Das erklärt ihre große Beliebtheit als Anlagewerte, zumal die von ihnen gewährte Verzinsung (der größte Teil gehört dem vierprozentigen Typus an) und der billige Kursstand sie auch vorsichtigen Kapitalisten als empfehlenswert erscheinen lassen. Seitdem Ruß­land die Nachwehen des Krieges und der inneren Unruhen überwunden und sein Staatskredit im Ausland sich wieder vollkommen rehabilitiert hat, ist dem Ausbau des Eisenbahnnetzes besondere Fürsorge gewidmet worden. Dieses hat sich daher in den letzten Jahren stark vergrößert, und zwar ohne daß zur Beschaffung der Mittel die Hilfe Deutschlands in Anspruch genommen worden wäre. Vielmehr wurde der Bedarf in England und Frankreich, zum Teil auch durch innere Anleihen gedeckt-. Nunmehr wird zum erstenmal wieder (bei der Anleihe von 1909 handelte es sich um geringfügige Beträge) an den deutschen Markt appelliert, und es läßt sich voraussehen, daß bei dem starken Geldbedarf der zahlreichen neueren Bahnen dessen Bereitwilligkeit auch in den nächsten Jahren stark auf die Probe gestellt werden wird. Bisher hat das deutsche Kapital bei der Beteiligung an den russischen Bahnen gute Erfahrungen gemacht. Es wird sich daher auch den künftigen Ansprüchen nicht verschließen; wirtschaftliche wie politische Gründe können es nur ratsam erscheinen lassen, die innere Entwicklung Nußlands, die sich mehr und mehr auf die asiatischen Gebietsteile stützt, nach Kräften zu fördern.

Spectator

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