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Jcan Marie Guyau
Mein letzter ist's! und jetzt allons ans Werk!
Um fünf Uhr kommst dn zu nur auf das Schloß
Und zeigst den Schlüssel. Lamme: Ohne Sorge, Till;
Jetzt wo ich's weisz, da nehm ich es genau.
Es steht ja deine Laufbahn auf dem Spiel. Eulenspiegel: Die deine nicht?
La Mine: Ach, Till, ich mutz dir sagen,
Mir wird ganz weinerlich bei all dem Glück —
Was mach ich ohne Frau!? Eulenspiegel: Wir suchen sie,
Sobald das hier gelingt! Lamme: Du wolltest, Till?
Eulenspiegel: Mit Sicherheit! Wir finden sie gewiß!
(Man hört in den Seitenstraszen Lärm.) Lamme: Du glaubst das wirklich, Till? Euleuspiegel: Versäum' dich nicht!
Im schlimmsten Fall erbitte ich vom Kaiser
Die Leibkurier' und die Spion' zu Hilfe —
Er braucht sie so nicht seit dem letzten Krieg. Lamme: Ja, Till, wenn du das tust, dann glanb ich's auch! —
Wir finden sie, und wenn sie wär im Mond! (Ab.) Euleuspiegel: Jawohl, im Mond! — Bestelle eine Leiter! (Der Lärm ist inzwischen bis zum Markt gekommen. Der Ratsbote, umringt von allerlei Volk, tritt auf. Eulcnspiegel blickt von der Ecke mit spöttischem Lächeln auf die Gruppe.)
Bürger: Ruhe, Ruhe!
Der Ratsbote: Kund und zu wissen tnt der Hohe Rat
Euch Bürgern dieser Stadt, daß trotz Verbot
Und vorverhängter Landesacht ein Schelm,
Benamst gemeiniglich Till Eulenspiegel — Das Volk: Till Euleuspiegel! Hört! Till Eulenspiegel!
(Der Vorhang fällt rasch.)
Jean Marie Guyau
von Kurt Joachim Grau-Berlin
ean Marie Guyau, eine der bedeutendsten Erscheinungen nnter den > Denkern des modernen Frankreich, ist auch in Deutschland keine unbekannte Persönlichkeit mehr, besonders seit dem Erscheinen seiner ^ Hauptwerke in R. Eislers philosophisch - soziologischer Bücherei (Bd. X: Die Kunst in Beziehung zum sozialen Leben. — Bd. Xlll: Sittlichkeit ohne Pflicht. — Bd. XX: Die Jrreligion der Zukunft) und den ihn behandelnden Schriften und Dissertationen von Carlebach, Willcnbncher, Emil Schwarz, Elisabeth Zitron u. o.
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