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Ein Beitrag zur Erforschung der Romantik
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Indclebilis

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Die zweite wichtige Erkenntnisquelle der Individualität ist der Zustand der Manuskripte. Wer die Möglichkeit hat, den handschriftlichen Nachlaß eines Dichters zu durchstöbern, kann den Dichter sozusagen in seinem Studierzimmer beobachten und bei der Arbeit belauschen; er sieht die Ordnung auf dem Schreibtisch, kann das tägliche Arbeitspensum feststellen und danach die Dauer und Intensität der Arbeit beurteilen. Auch aus der Handschrift läßt sich manches Charakteristische entnehmen.

Für die Untersuchung der Frage, inwieweit sich aus der Form und dein Inhalt eines Kunstwerks Schlüsse auf die Individualität des Verfassers ziehen lassen, fehlt mir der Raum. Daß sich aber tatsächlich viel aus ihnen gewinnen läßt, wird jeder bestätigen, der sich mit solchen Dingen beschäftigt hat.

Zum Schluß sei noch einmal daraus hingewiesen, wie nötig es ist, die Ergebnisse und Resultate der modernen Psychologie und Erkenntnistheorie in der Literaturforschung, vor allem beim Studium der Romantik, anzuwenden. Erst wenn das folgerichtig geschehen ist, wird die Romantik restlos verstanden und gewürdigt werden können, und dann wird es deutlich werden, daß der romantische Mensch ein Typus mit einer typischen Weltanschauung ist.

Wem die Götter einmal am Tag der Gnade zeigten den Stern

der Inbrunst,

Siehe, den sprachen sie selig. Er lacht ihrer Herrschaft. Nie mehr stürzen sie ihn, wie sehr sie auch möchten, in ewiges

Leiden,

Und selbst der Schmerz wird ihm in Silber kredenzt. Stob der Stern auch in Nacht nach flüchtigem Glänze, Seine schimmernde Bahn leuchtet ein Leben lang nach.

Indelebilis

von Adolf petrenz