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Rußlands Lage und Aufgaben im fernen Osten : nach dem russischen Original
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Rußlands Lage und Aufgaben im fernen Gsten

vo» L. ZU. Bolchowitinc>ff-St, Petersburg Nach dem russischen Original bearbeitet von G. Toepfer-Lharlottenburg

Der Aufsatz ist dem ersten Heft der neuen Zeitschrift WjeMaja Nossija, DaS Große Rußland", entnommen. Die Zeitschrift beabsichtigt Arbeiten über militärische und politische Fragen zu bringen, und hat mit ihren ersten wohl­durchdachten und bon einem reifen urteilsfähigen Patriotismus beseelten Ver­öffentlichungen berechtigtes Aufsehen erregt. G, Toepfer

> er Abschluß des russisch-japanischen Übereinkommens vom vorigen Jahre hat die Lage im fernen Osten so gründlich umgestaltet, daß s stch alle dort draußen konkurrierenden Mächte veranlaßt sehen müssen, ihre gegenseitigen Beziehungen zueinander einer Durchsicht zu unterwerfen. Vor dem russisch-japanischen Kriege waren in Ostasien neben Rußland und Japan Großbritannien und die Vereinigten Staaten, Deutschland und Frankreich vorwiegend interessiert. China galt als czuantitö nöAÜMable. Die Mächte gingen auf Landerwerbungen und Sicherung von handelspolitischen Vorteilen aus und erfanden den Begriff der sogenannten Einflußsphären. Da diese Einflußsphären aber weder durch Verträge fest bestimmt, noch durch die anderen Mächte förmlich anerkannt, noch ihre Grenzen irgendwie festgelegt waren, so blieben sie nichts weiter als der Ausdruck gewisser wirt­schaftlich-politischer Ansprüche. Besonders begehrlich in dieser Beziehung waren die Vereinigten Staaten, die sich nicht auf eine Beschränkung ihrer Einflußsphäre einlassen wollten und mit Energie die Einräumung gleicher Rechte allerwärts erstrebten und verlangten. Nicht weniger anspruchsvoll war Großbritannien, das von achtzehn chinesischen Provinzen sechzehn für sich und dazu noch Tibet und die Mandschurei beanspruchte; Deutschland begnügte sich mit dem Uangtse-Tal, Grenzboten II 1SI1 7