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Im Flecken : Erzählung aus der russischen Provinz : elftes Kapitel: Okolitsch auf der Jagd.
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Chopin und scino Liebc

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Anstrengung auf dem Bauche fort. Es war todkrank, und um seinen Qualen ein Ende zu machen, sah Okolitsch sich gezwungen, trotz der Frühjahrszeit ihm den Gnadenschuß zu geben. Bei der darauffolgenden Besichtigung stellte sich heraus, daß es zweifellos derselbe gefleckte Hase war, der am Morgen Boi fast zum Ein­springen verleitet hatte. Beide Hinterbeine waren in den Schenkeln gebrochen, und das ganze Hinterteil war zerfetzt und mit geronnenem Blut bedeckt. Der Schuß des Bauern hatte also richtig dem Hasen gegolten, wie Okolitsch gleich damals vermutete, war aber schlecht gezielt gewesen, und das unglückliche, auf den Tod verwundete Tier hatte sich über den Schnee geschleppt, bis die Krähen seiner ansichtig geworden und über es hergefallen waren, um es durch Schnabelhiebe aufzuhalten und zuletzt halb lebend zu verspeisen.

Einen bösen Wunsch richtete Okolitsch an die Adresse des langen Unmenschen, der den Schnß abgefeuert hatte, und während er über den Graben sprang und auf der Heerstraße fortging, dachte er wieder lange darüber nach, wo er den unheim­lichen Gesellen früher zu Gesicht gekriegt hatte. Dieser schwebte ihm so deutlich vor, als ob er ein genauer Bekannter von ihn: wäre, und zwar aus nicht gar ferner Zeit, aber auf weiteres konnte er sich nicht besinnnen. Wm-tschmig fvlgt.)

(Lhopin und seine Liebe

von Frigga lion Brockdorff-Frankfnrt ci, ZU.

röderic Chopins Bild! Wie spottlustig bei aller Melancholie waren die blauen Augen, wie fein sein Lächeln, wie stolz die gebogene Nase I Sein Haar war seidenweich, die Gestalt schmächtig, zart, fast zusammenbrechend. Mit gedämpfter Stimme erzählte er ! kleine, delikate Sachen und wärmte sich dabei vor dem Kamin. Seine Schwächlichkeit schloß ihn schon seit jeher vom brutalsten Lebenskampfe ans, und Gebot und Neigung wiesen ihn in das Reich der seidenen Schleppen, der ringgeschmückten Finger, das Reich der brokatenen Westen und geschliffenen Bonmots. Dieser vollkommene Gentleman mit weißen Handschuhen und blendender Krawatte, der elegante Kavalier mit Kabriolett und Diener, dieser schöne Herzenbrecher war ganz dazu angetan, in einem Kranz reizender Frauen die zärtlichste Rolle zu spielen und durch die verführerische Grazie seiner Persönlichkeit, den aristokratischen Anstrich seiner Kunst sich die besten und feinsten Menschen jener guten und feinen Zeit mühelos zu erobern.

Er ist sanft gewesen nicht schwach, wie Mißgünstige behaupteten, und man hat es Field arg verübelt, daß er Chopin einKrankenzimmertalent" genannt hatte.

Manchmal im Hause des Mäzens und Musikfreundes Leo konnte man plötzlich neben dem Meister eine seltsame Erscheinung erblicken. Ein dunkles Weib in Männerkleidung, mit kühnen, brennenden Augen und einem stolzen Gesicht. George Sand! Ihre triumphierende Haltung, bedeutungsvoll und gebietend zugleich, gemahnte an die uns oft übermittelte erste Begegnung dieser beiden Großen.