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Westkanadas Eintritt in die Weltwirtschaft
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U)estkanadas Gintritt in die Weltwirtschaft

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>s ist sieben Jahre her, da erlaubte die Redaktion derGrenzboten" dem Verfasser dieser Zeilen, die damals schon ganz verblüffenden Fortschritte in der Erschließung Westkanadas zu schildern (Heft 47 S.459,Jahrg. 1903). Man stand noch imAnfang der neuen Periode, I die mit dem Vordringen von Eisenbahnen in die Prärien westlich von Manitoba bis hin zum fernen Felsengebirge begann. Seitdem ist die Ent­wicklung immer schneller gegangen. Ohne die Eisenbahnen wäre keine Nutzbar­machung landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus jenen Gegenden denkbar. Solange es sie nicht gab, beschäftigten sich selbst die wagemutigen Pioniere der Prärie­wirtschaft nicht mit der Frage, ob am Saskatschewan Weizen gebaut werden könne. Und selbst als die erste kanadische Pazifikbahn schon den Verkehr nach den fernen Westgestaden vermittelte, traute man der Kulturfähigkeit der Gegend nicht. Die Winter sind lang und hart, die Sommer kurz und trocken. Die Provinz Manitoba, die südöstlichste der drei neuen, führte schon lange wachsende Weizenmassen nach England aus, als weiter im Westen noch wenig Leute Zugriffen, um das von den Eisenbahnen ihnen zu Spottpreisen angebotene Land zu lausen. Die ersten Anbauversuche gaben manchen Mißerfolg. Da kamen deutsche Einwanderer aus den russischen Ostseeprovinzen, sie brachten geeignete Weizensorten für das Klima Westkanadas mit, Weizen, der spät genug gesät werden konnte, um von den späten Nachtfrösten nicht zu leiden, und der doch schnell genug reifte, um vor dem frühen Winter geerntet werden zu können. Das erkennen selbst die Engländer an. Als die Farmer nun Glück hatten mit ihrer Kultur, zogen rasch andere hinterher. England bemühte sich ernstlich nnd mit Erfolg, seine Auswanderer dorthin zu lenken. Deutsche, Skandinavier kamen und wurden freundlich aufgenommen. Besonders zahlreich waren die Einwanderer aus den benachbarten Nordweststaaten der Vereinigten Staaten. Diese Leute

Gieuzboten IV 1910 l!1