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Maßgebliches und Unmaßgebliches
aus. Ich will ein Mensch sein. Kein Wunder, daß die Kanaille mich anbellte. Warum sollte er es nicht tun? War ich doch kein Mensch. Ja, ja, ja, ich war bis jetzt kein Mensch. Aber das ist aus. Ich heirate. Ich will nicht schlechter sein als andere. Ich will mich nicht anbellen lassen. Morgen heirate ich. Gleich morgen heirate ich."
Und als er sich endlich ausgestreckt hatte und einzuschlummern begann, widerholte er durch die Zähne:
„Morgen."
Als er nicht morgen, sondern an demselben Tage um die Mittagzeit erwachte, stand der Beschluß zu heiraten noch immer fest in ihm, nur warf er sich mit bitterem Lachen die Frage auf, womit er heiraten, womit die Frau ernähren solle. Er half sich kurz darüber hinweg.
„Eine Frau kann ich nicht ernähren. Daraus folgt, ich muß eine Frau suchen, die sich selbst ernähren kann und auch die Kinder, die sich wahrscheinlich einstellen. Eine Frau mit Geld muß ich suchen. Hm, aber wo eine finden? Einerlei, wer sucht, der findet. Will die Augen auftun und mich umsehen. Geheiratet wird, und zwar bald, das ist abgemacht."
(Fortsetzung folgt.)
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Reichsspie gel Berlin. 23. Oktober 1910.
Der Hansabund — Versagen der Reichsregierung — Pläne und Aufgaben der Regierung — Bethmann Hollweg und Fürst Swjatopolk-Mirski — Konservative Ratschläge — Die Jungliberalen.
Für die übers Jahr bevorstehenden Reichstagswahlen ist der Hansabund als erster auf den Plan getreten und hat zur Schaffung eines Wahlfonds aufgerufen. Sein Ruf ist allenthalben beachtet worden. Die gesamte Presse in Deutschland, angefangen mit der „Nordd. Allg. Ztg." bis hinab zum „Vorwärts", hat sich bemüht seine Wirkung zu verstärken. Die einseitigen Vertreter der Interessen des Bundes der Landwirte sehen im Vorgehen des jüngeren Bundes eine schwere Gefahr für ihre absolute Macht, und die Regierung, die die ungerechtesten Angriffe aus dem agrarischen Lager geduldig hingenommen hat. fühlt sich durch den Ton des Aufrufs beleidigt; sie bezeichnet das Auftreten des Hansabundcs als Demagogie. Ganz unrecht hat die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" nicht. Ihre Auffassung wird auch von weiteren Kreisen geleilt, die dein Hansabund sonst sympathisch gegenüberstehen. Freilich sieht man das Demagogische nicht wie das offiziöse Organ in der Anführung der Tatsachen — deren Richtigkeit ist über jeden Zweifel erhaben —, sondern in deren Gegenüberstellung. Solche drastischen Bilder, wie sie der Hansabund vorführt, sind bisher den bürgerlichen Wählern noch nicht vorgehalten worden, es sei denn durch den Bund der Landwirte. Der Bund der Landwirte hat diese