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Nivicrci di Poncnte
ist der Spiritus rector imd eint vorläufig die Gegner." Glauben diese Männer, daß eine religiöse Erneuerung und Vertiefung gemacht werden kann gemeinschaftlich mit denen, die am religiösen Ruin unseres Volkes arbeiten? Gibt es nicht innerhalb des deutschen Protestantismus genug , freie Kräfte, die als Mitkämpfer zweckdienlicher wären? Insbesondere sind unter den deutschen Theologen, den akademischen und nichtakademischen, die Männer nicht selten, die ihre Wissenschaft nicht bloß mit strengster Wahrhaftigkeit betreiben, sondern gleichzeitig einer echten, innerlichen, freien Religiosität dienstbar machen möchten. Sonst würdeil sie von orthodox kirchlicher Seite schwerlich angefeindet. Nun wird nicht bloß die „protestantische Selbständigkeit und Freiheit" der deutschen Theologie, von der sie lebt und sür die sie kämpft, ignoriert, es wird auch ihre Wifsenschaft- lichkeit diskreditiert uud ihr Verhalten im Kampf gegen Drews ethisch verdächtigt. Das ist seitens des Herrn Professor Böthlingk ebenso unrecht wie töricht.
Riviera di j)onente
Um hohe Felsen führte uns der Weg Die Kiifte abwärts, die nach Süden bog. Der Lorbeer und der Palme schlanke Blätter Warfen den Schattcnfächer über uns. Aus weißem Marmor die Paläste ragten Mit bunten Gärten und Olivenhainen In stummer Schönheit, und Zypressen hielten Wie schwarze Wächter einsam vor dem Tor. Der Brandung Brausen drang zu nnS herüber, Durch Pinienwipfel schaute» wir das Meer In blauein Glanz zu unsern Füßen liegen, Um breite Klippen wilden Schaum gezogen, Wie weiße Wolken, die im Blau des Himmels Nn Berge stoßen und zu Boden rinnen. Und über allem lag der Glanz der Sonne So ausgebreitet und so schwer von Segen, Daß wir wie taumelnd von der große» Pracht Der fernen Heimat dunkle Last vergaßen Im trunknen Rausche unsrer Wanderschaft.
Armin T. wegner