Im Amnxf gegen die Übermacht
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Stände aus dein Kriegsjahre 1864 gesammelt und die Ergebnisse in einen: höchst lesenswerten Buche veröffentlicht, das auch deutsch vorliegt (Karl Larsen, Ein modernes Volk im Kriege. Deutsch von Prof. R. v. Fischer-Vuzon, Kiel, Lipsius <K Tischer, 1907). Diese Ergebnisse sind so schön und reich, zeigen ein so umfassendes, vielfach neues und überraschendes Bild von der Stimmung eines ganzen Volkes während des Krieges, nebenbei auch häufig eine so verständnisvolle Würdigung des Gegners, daß sich der deutsche Leser davon ergriffen fühlen wird. Die damit ans Licht gekommenen neuen Gedanken geben eben den Beweis, daß die bisherigen Quellen keineswegs ausreichen. Und nun deckt sich auch das oben skizzierte Urteil des Generalstabes der Armee völlig mit Larsens Wertschätzung und Schlußfolgerung aus der von ihm veranstalteten Sammlung, nur daß diese Briefe aus Feld und Heimat ein festeres, individuell unendlich reicheres Bild zeigeu. Diese wichtigen Ergebnisse haben den hochverdienten Mann dahin geführt, durch Vorträge und die deutsche Ausgabe seines Buches das deutsche Volk zu einer ähnlichen Sammlung anzuregen.
Wenn die Briefe und Tagebücher unsres Volkes aus Kriegszeiten in den Archiven gesammelt und als neue Abschnitte den Beständen eingefügt sein werden, wird es nur nötig sein, die Zahl der eingegangenen Stücke zu gegebener Zeit an einer Stelle zu veröffentlichen, damit übersehen werden kann, wie sich das Material verteilt und damit für die Erforschung bereit liegt.
Es ist eine schöne große Sache, die auch das gesunde Empfinden im Volke stärken kann.
Berlin, Zeughaus. v. Ubisch
Pastor Römer war jetzt, während er dort an dem offenen Fenster des Studierzimmers stand, wieder bei dem ursprünglichen Ausgangspunkt seiner Gedanken angelangt.
Herr Foksen war vorhin bei ihm gewesen.
Gedrückt und niedergeschlagen hatte er den Pfarrer um eine Unterredung gebeten. Und nach allerlei Umschweifen erzählte er ihm, daß ein Mädchen, das bis Neujahr in seinem Hause in Dienst gewesen sei, daheim bei ihren Eltern auf Hysingen ein Kind geboren habe. Und der Vater dieses Kindes sei er — Foksen. Er komme, um den Herrn Pfarrer um Verschwiegenheit zu bitten; das Kind solle am nächsten Sonntag in der Kjelnäser Kirche getauft werden .. .
Dies war der Schatten, der über dem Wesen der stolzen Frau lag. Ihr Mann war ihr untreu.
Er hatte ernsthaft und strenge mit Herrn Foksen geredet, der ihn gesenkten Hauptes angehört hatte und dann gegangen war . .. ein wenig gebeugt schritt er den Heimweg hinab.
Grmzvoten II 1910 6
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Im Aampf gegen die Übermacht
Roman von Bernt Lie Berechtigte Übersetzung von Mathilde Mann