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Im Kampf gegen die Übermacht : Übersetzung von Mathilde Mann :
(Fortsetzung.)
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

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Ist es hier nicht famos!"

Nach einer Weile trat Schiffer Nasmussen zu ihm heran. Thorborg war ihm von einem andern entführt worden. Er war betrunken und erzählte dein Pfarrer mit großer Wonne, daß drei Mädchen mannstoll geworden seien, und daß man sie im Holzschuppen habe einschließen müssen, wo sie jetzt von zwei alten Männern bewacht würden! Ob der Pfarrer Lust habe, sie zu sehen? Dann »volle Jens Nasmussen sich schon Zutritt zum Holzschuppen verschaffen!

Der Pfarrer mußte schließlich alle seine Bestimmtheit, ja seine Leibeskräfte aufbieten, um hmauszugelcmgeu.

Ihm hatte davor gegraut, Thorborg nach dein Geschehenen wiederzusehen. Aber sie kam znm Abendbrot ins Zimmer, munter und strahlend, erzählte von den drei tollen Mädchen und fragte den Pfarrer, ob es nicht amüsant gewesen sei, dem Tanz zuzusehen und verschwand dann nach Tische wieder in die Gesindestube.

Herr Willatz hatte ausgelassen gelacht, nnd die Madame hatte nur lächelnd den Kopf geschüttelt.

Ja, diese Thorborg! diese Thorborg!"

Sie war ihm ein Rätsel. Und er grübelte oft über ihr Wesen nach, das eigenartig fremd und fesselnd war. Wenn er allein war, geschah es wohl, daß er in Gedanken von ihrem starken Blick und ihrer wunderlich dunklen Stimme verfolgt wurde, die so sanft in ihren tiefen Tönen war. Und die er doch so gellend abstoßend häßlich gehört hatte.

(Fortsetzung folg.t)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Reichsspienel Berlin, 19. Februar 1910.

(Die Wahlrechtsvorlage iu der Kommission. Herr v. Bethmann im Land­wirtschaftsrat. Zollfrieden mit Kanada. Nationalliberale Interpellation.)

Die Wahlrechtskommission des Abgeordnetenhauses hat ihre Arbeit begonnen. Dabei wird sich wohl sehr bald herausstellen, ob die Wahlreform jauch in dem bescheidenen Umfange, den die Regierungsvorlage vorsieht, irgendwelche Aussichten hat. Neuerdings scheint sich die Wahrscheinlichkeit zu verstärken, daß die Vorlage überhaupt scheitert. Die Konservativen haben überhaupt kein Interesse daran, daß etwas zustande kommt. Allerdings würden sie wohl der Staatsregierung gegen­über ungern die Verantwortung für das Scheitern der Reform übernehmen; wenn ihnen jedoch dieses Odium abgenommen wird, so würden sie herzlich froh sein, daß aus der ganzen Sache nichts wird. Sie hätten dann sogar den Vorteil, daß sie darauf hinweisen könnten, wie sie entgegen ihren Prinzipien und ihrem Partei­nutzen bereit gewesen seien, Zugeständnisse im Interesse des Ganzen zu machen;