Dichten
Dichten, wisset, heißt mit Nichten Blumen binden, Kränze winden In der Sprache Wundergnrtchen, Und mit feinen, immer reinen Händen vor den Spiegelwänden Streichen sich das Dichterbärtchen.
Dichten heißt Banausen richten, Heißt in Herzen weiße Kerzen Stellen, daß sie tröstend leuchten, Wenn in schweren, sternenleeren Stunden uns das Leid gefunden, lind die Augen still sich feuchten.
Rarl Berner
Im Aampf gegen die Übermacht
Roman von Bernt Lie Berechtigte Übersetzung von Mathilde Mann I.
er Wind flaute ab und die Leute mußten zu den Rudern greifen. Es waren ganze sechs Mann in Herrn Dankert Steenbuks großem Fischerboot aus Sandöoiir. Der königliche Postdampfer hatte einen Passagier an Land gesetzt, der so schnell wie nur möglich nach dem Kirchhof Storslet wollte. Man wartete auf ihn; schon vor zwei ^ Tagen hatte Herr Dankert eine Er.preßbeförderung für ihn bestellt, — ehe er selbst mit der ganzen Familie auf Besuch zu dem Bruder nach Storslet fuhr.
Der wassergraue Tag verglomm früh im Westen. Aber am Spätnachmittag klärte sich die Luft auf und hinter den treibenden Wolken segelte ein Vollmond. Das große Boot schoß in schneller Fahrt durch die Sunde dahin. Es war am dreizehnten Tage nach Weihnachten und auf Storslet bei Herrn Willatz Steenbuk Grenzbvten I 1»1U W