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Hans von Marées: ein Rückblick auf die Ausstellung seiner Werke in Berlin
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Heimfahrt

modernen Realisten sehend, den Versuch macht, Antike und Rembmndtsches Helldunkel zu verschmelzen!

Eine andre Note zeigt der Vielseitige in den Entwürfen für die Fresken der Zoologischen Station in Neapel, in denen er die Arbeiten des Meeres darstellte. Ein köstliches, großzügiges Bild sind die Ruderer, ein Stück aus diesem be­deutenden modernen Freskenwerk, worin er, ohne von seinem bisherigen Besitz etwas preiszugeben, den monumentalen Stil fand, den die Aufgabe ver­langte. In diesen Fresken zeigt er sich wieder völlig auf der Höhe seines Schaffens wie in den besten Münchner Jahren. Aber welcher Weg von den Porträts bis zu den Neapeler Fresken! Dazwischen liegen Jahre des eifrigsten Ringens um eine neue künstlerische Weltanschauung, Jahre harten Entbehrens, innerer Einsamkeit! Denn seine Arbeit stand im Widerspruch mit der Tradition, uud er war sich dieses Widerspruchs bewußt!

Kaum fünfzig Jahre alt ist er gestorben. Zu früh für ihn, zu früh für die Kunst. Denn sein Weg ging noch aufwärts, das letzte Wort hatte er noch nicht gesprochen.

Sein Einfluß auf die Schaffenden von heute liegt klar zutage. Männer wie Klinger, Ludwig v. Hofmann u. a. haben von ihm starke Anregungen empfangen. So war die Markes-Ausstelluug für Berlin ein künstlerisches Er­eignis ersten Ranges, und die Freunde und Jünger Mare'es, die sie zustande­gebracht haben, haben Anspruch auf den Dank aller Kunstfreunde. Einige der großen Bilder waren, seiner Absicht entsprechend, in die Wände des Saales ein­gelassen. Der Maler Franz Pallenberg in Rom und der Architekt Paul Baum­garten in Berlin haben sich, wie der Katalog bemerkt, darum verdient gemacht.

H. Eisenträger

Heimfahrt

Novelle von Luise Algenstaedt (Fortsetzung)

ährend sie saßen, kam im Walde Gesang herauf, und gleich danach er­schienen Bergstetger mit ihrem Führer auf der Lichtung: drei Männer und zwei Frauen. Sie hatten Sträuße von Teufelsbart an ihren Stöcken, der Führer trug Seil und Eispickel. Nun verstand mau von den hellen Frauenstimmen die gesungnen Worte:

Mein Herz ist wie 'ne Lerche und jubelt auch mit Schall, cmgen im Marschtakt, und es schien, als kämen sie durch das Singen rascher Es war der Schluß, jedoch einer setzte sofort wieder ein: Der Mai ist gekommen. Er wurde lachend still gemacht es sollte nun genug sein.

Was tun die hier zu gehen? fragte die kleine Mannia Selig und legte ihre braune Hand auf Süßeles Knie.

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